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Newsletter Juli2026

Newsletter Freie Szene Rheinland-Pfalz, Nr.263, Juli 2026

1. Rheinland-Pfalz

1.1. Veränderungen beim Landesverband Soziokultur & Kulturelle Bildung RLP e.V.: Danke und herzlich willkommen

Nach 34 Jahren im Vorstand hat sich Margret Staal entschieden, auf der Mitgliederversammlung am 02. Juni in Trier nicht erneut zu kandidieren. Seit 1992 hat sie den Landesverband mit aufgebaut und über Jahrzehnte begleitet. Ihr ehrenamtliches Engagement hat den Verband nachhaltig geprägt. Für die unzähligen Stunden, die sie investiert hat, ihre Verlässlichkeit und ihre Verbundenheit mit dem Landesverband danken wir ihr von Herzen.
Neu in den Vorstand gewählt wurde Jochen Leuf von der Kulturkarawane Trier. Wir freuen uns sehr, ihn im Vorstand begrüßen zu dürfen und auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.
Über ihre Wiederwahl freuen wir uns ebenso: Christina Biundo und Christof Niessen werden ihre Arbeit im Vorstand fortsetzen. Herzlichen Glückwunsch – wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dem neuen und altem Vorstand die Zukunft unseres Landesverbandes zu gestalten.

1.2. Jugendkunstschultag Rheinland-Pfalz zum Thema „Lobbyarbeit“

Am Mittwoch, den 26. August, findet der diesjährige Jugendkunstschultag Rheinland-Pfalz zum Thema „Lobbyarbeit für Einsteiger – Eine Handlungsanleitung zur erfolgreichen Interessenvertretung“ im KREML Kulturhaus Hahnstätten-Zollhaus statt.

Lobbyarbeit ist kein Hexenwerk. Man muss „nur“ die Grundlagen kennen und mit Plan vorgehen. Auf dem Jugendkunstschultag soll die Entwicklung einer angepassten und praktisch umzusetzenden Strategie für die eigene Lobbyarbeit geübt werden. Anhand von konkreten Beispielen und mit vielen praktischen Sets werden die wichtigsten Schritte für eine effektive Lobbyarbeit vollzogen und ausprobiert. Für alle Akteure, die Politik und Verwaltung mit ihrem Thema erreichen wollen.

Durch den Tag führt Dr. Thorben Prenzel. Er ist seit mehr als 20 Jahren in der deutschen und internationalen Politik tätig. Seine Handbücher „Lobbyarbeit für Einsteiger“ und „Lobbyarbeit für Profis“ sind im Wochenschau-Verlag erschienen.

Mehr unter https://www.jks-rlp.de/jugendkunstschultag

1.3. Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten -unsere neue Klimaschutzkoordination

Wir freuen uns, dass wir mit Awa Winkel seit dem 1. Juni unser Team verstärken konnten. Mit der neu geschaffenen Stelle der Referent*in für Klimaschutz und Nachhaltigkeit schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Nachhaltigkeit in der Soziokultur und Kulturellen Bildung.
Ob erste Ideen oder bereits laufende Projekte: Awa unterstützt Organisationen in Rheinland-Pfalz dabei, Klimaschutz und Nachhaltigkeit Schritt für Schritt in ihre Arbeit zu integrieren. Dabei soll der Fokus auf der gemeinsamen Weiterentwicklung bestehender Strukturen liegen und Nachhaltigkeit selbstverständlich in diese Prozesse zu integrieren.
Das Beratungsangebot reicht vom Einstieg in den Nachhaltigkeitsprozess über die Entwicklung individueller Strategien und die Erstellung von CO₂-Bilanzen bis hin zu Fragen rund um Energieeffizienz, nachhaltige Veranstaltungen, Kreislaufwirtschaft, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Fördermöglichkeiten und Vernetzung.
Auch bei der Anwendung der Ökologischen Standards für die Soziokultur (ÖMIS) des Bundesverbands für Soziokultur steht Awa unseren Mitgliedseinrichtungen beratend zur Seite.
Mehr unter https://kulturbuero-rlp.de/klimaschutzkoordination/

1.4. wenn man trotzdem lacht

Scherz, Satire – und tiefere Bedeutung
Das ist das Motto des nächsten Kultursommers!
Im Jahr 2027 wird Dada 111 Jahre alt. Zu diesem Anlass will der Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur ein Kultursommer-Programm mit „schrägen“ Elementen und mit viel Witz, Scherz, Heiterkeit, Komik, Parodie und Satire zeigen. Unsinn, Frohsinn, Hintersinn – selbstverständlich auch mit tieferer Bedeutung, um den oft zitierten Titel des selten gespielten deutschen Lustspiels von Chr. D. Grabbe ansprechen.
Die Antragsstellung für den Kultursommer 2027 ist ab sofort möglich und erfolgt komplett digital über das Antragsportal.
Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2026 (bei neuen Projekten mit einem Zuschussbedarf über 5.000 € bitte bis zum 30. September).

Mehr unter https://kultursommer.de/formular/info2027/

1.5. Rheinland-Pfalz öffnet Burgen und Museen für alle unter 18

Pünktlich zum Ferienstart machte Rheinland-Pfalz seine Burgen, Schlösser und Landesmuseen für junge Menschen zur Gratis-Entdeckungstour. Vom 26. Juni bis zum 9. August 2026 kommen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erstmals kostenfrei in landeseigene Liegenschaften sowie in die drei Landesmuseen in Mainz, Koblenz und Trier. Die Pilotphase soll zeigen, wie das Angebot bei jungen Menschen und deren Familien ankommt.

Mehr unter https://kulturland.rlp.de/aktuelles/detail/teuber-kultur-auf-die-1-rheinland-pfalz-oeffnet-burgen-und-museen-fuer-alle-unter-18

1.6. ZIRP-Musikstipendium 2027: Jetzt bewerben!

Bewerbungsschluss: 4.11.2026

Auch 2027 vergeben die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) und die Villa Musica Rheinland-Pfalz wieder ihre Jahresstipendien für junge Musikerinnen und Musiker aus Rheinland-Pfalz. Ausgezeichnet werden herausragende musikalische Nachwuchstalente, die auf ihrem weiteren Weg gezielt unterstützt werden sollen. Das Stipendium ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Darüber hinaus eröffnet es den Stipendiatinnen und Stipendiaten attraktive Auftrittsmöglichkeiten sowie den Zugang zu einem Netzwerk aus Wirtschaft, Kultur und Politik.

Mehr unter https://www.zirp.de/themen/kultur/musikstipendium/ausschreibung-des-musikstipendiums-2027/

1.7. Förderpreis der Stadt Trier 2026: Musik

Bewerbungsschluss: 10.8.2026

Das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz möchte junge musikalische Talente fördern und schreibt zu diesem Ziel den “Förderpreis Musik der Stadt Trier” aus. Der Preis ist mit insgesamt 2.250 Euro dotiert.
Wer kann teilnehmen?
Junge Musikerinnen und Musiker sowie engagierte Laien, die nicht älter sind als 30 Jahre und einen Lebensbezug zur Stadt Trier aufweisen. Dieser besteht, wenn man in Trier geboren ist, hier lebt oder in Trier studiert und/oder arbeitet bzw. gearbeitet hat. Auch Bewerbungen von Duos oder Bands sind zulässig, hier darf das Durchschnittsalter nicht über 30 Jahren liegen.

Mehr unter https://www.trier.de/leben-in-trier/kultur-freizeit/kulturfoerderung/362.Foerderpreis-2026-Musik.html

1.8. MatchMaking RLP: Jetzt für das Tandemprogramm bewerben!

Bewerbungsschluss: 30.7.2026

Die Bewerbungsphase für MatchMaking RLP ist gestartet! Bis zum 30. Juli 2026 können sich FLINTA-Akteurinnen aus Musikszene und Musikwirtschaft in Rheinland-Pfalz für das neue Tandem- und Netzwerkprogramm von musicRLPwomen* bewerben.
Im Mittelpunkt steht ein kuratiertes Matching: Statt eines klassischen Mentorings bringen wir Menschen mit passenden Interessen, Erfahrungen und Kompetenzen zusammen. Über mehrere Monate entstehen so neue Kontakte, Kooperationen und nachhaltige Netzwerke – begleitet von gemeinsamen Veranstaltungen, Workshops und Austauschformaten.

Mehr unter https://www.musicrlpwomen.de/match-making-rlp

1.9. Artist Residency Schloss Balmoral: 2027: LIEBE

Die Artist Residency Schloss Balmoral lädt Künstler:innen, Vermittler:innen und Kurator:innen dazu ein, in ihren Projekten das Lieben jenseits romantischer Vorstellungen zu erkunden. Wir freuen uns auf Ideenskizzen und Arbeitsvorhaben für unser Residenz-Jahr 2027, das im April nächsten Jahres beginnt. Wir laden Künstler:innen, Kurator:innen und Vermittler:innen nach Bad Ems ein. Wir freuen uns auf Bewerbungen für ästhetische Vorhaben, Ausstellungsprojekte, spekulative Ansätze, neue Poetiken und gemeinschaftliche Konzepte um Ethik und Erotik.
Im Jahr 2027 laden wir mit einem unserer Stipendien – dreimonatiges Stipendium (Mai–Juli 2027) – dezidiert Künstler:innen aus Ruanda zur Bewerbung ein – als eine Würdigung der Beziehungen zwischen Ruanda und Rheinland-Pfalz.
Bitte reichen Sie Ihre Portfolios über unsere Bewerbungsplattform (link ab 19.Mai 2026) ein:
https://kunsthochschule-mainz.aptecloud.valucon.de/auth/anmelden
Mehr unter https://balmoral.de/schloss-balmoral/jahresthema/

2. Deutschland

2.1. Politik, Finanzen, Recht

2.1.1. Kultur macht stark jetzt verlässlich sichern

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert anlässlich der Beratung des Deutschen Bundestages zur Förderung kultureller Bildung am Freitag, den 10. Juli 2026, die Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ jetzt verbindlich abzusichern.
Beraten wird im Bundestag unter anderem der Antrag der Fraktion Die Linke „Bundesprogramm ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ bedarfsgerecht ausbauen und die vierte Förderphase für die Jahre 2028 bis 2032 nachhaltig verstetigen“. Der Deutsche Kulturrat begrüßt, dass die Zukunft dieses wichtigen Programms nun parlamentarisch beraten wird.
„Kultur macht stark“ ist eines der zentralen Bundesprogramme zur Stärkung kultureller Bildung. Es ermöglicht Kindern und Jugendlichen, die aufgrund sozialer, finanzieller oder anderer Barrieren bislang seltener Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten haben, Teilhabe an Kunst, Kultur und Bildung. Das Programm setzt dabei auf lokale Bündnisse und die Zusammenarbeit mit bundesweit tätigen Programmpartnern aus Kultur, Bildung, Jugend und Medien.
Mehr unter https://www.kulturrat.de/positionen/kultur-macht-stark/

2.1.2. Zuwendungsrecht: Durch Bürokratieabbau Ressourcen in der Kultur freisetzen

Am 15. Juli 2026 wird sich das Entlastungskabinett der Bundesregierung mit dem Bürokratieabbau befassen. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat konkrete Vorschläge vorgelegt, wie durch den Abbau von Bürokratie und Verwaltungsmodernisierung in der Kultur Ressourcen freigesetzt werden können.
Angesichts der schwierigen Haushaltslage ist es aus Sicht des Deutschen Kulturrates wichtig, dass die öffentlichen Mittel vor allem für Kunst und Kultur und nicht für Verwaltung verwendet werden. Durch Bürokratieabbau und Verwaltungsmodernisierung können in beträchtlichem Maße finanzielle und personelle Ressourcen im Kulturbereich freigesetzt werden, die der inhaltlichen Arbeit zugutekommen. Das gilt für die geförderten Institutionen wie die Bundesverwaltung gleichermaßen. Bürokratieabbau bedeutet im Kern, dass vertraut und nicht misstraut wird und damit kleinteilige Regelungen und deren Kontrolle überflüssig werden.

Mehr unter https://kulturbuero-rlp.de/nr_beitrag/zuwendungsrecht-durch-buerokratieabbau-ressourcen-in-der-kultur-freisetzen/

2.1.3. Neue Bundesplattform stärkt Kinder- und Jugendbeteiligung

Mit mitwirken.gov.de hat das Bundesjugendministerium erstmals eine zentrale bundesweite Plattform für Kinder- und Jugendbeteiligung gestartet. Ziel ist es, jungen Menschen den Zugang zu Beteiligungsangeboten zu erleichtern und demokratisches Engagement nachhaltig zu stärken.
Neben Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten können sich Kinder und Jugendliche direkt für passende Formate anmelden. Gleichzeitig erhalten Kommunen, Vereine, Verbände und weitere Organisationen die Möglichkeit, ihre Beteiligungsangebote bundesweit sichtbar zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen. Die Plattform bietet dafür auch Funktionen zur Veranstaltungsverwaltung und Anmeldung.
Gerade für Träger der kulturellen Bildung und Soziokultur kann die Plattform ein zusätzlicher Kanal sein, um Beteiligungsprojekte sichtbarer zu machen und junge Menschen für Mitgestaltung zu gewinnen.

Mehr unter https://mitwirken.gov.de/

2.1.4. Fonds Soziokultur: 13. Innovationspreis Soziokultur zum Thema Einsamkeit

Bewerbungsschluss: 2.11.2026

Einsamkeit ist ein Tabuthema. Man ist doch selbst schuld, sagt man sich, beschämt, angesichts der unendlich scheinenden Möglichkeiten, sich jederzeit und mit vielen zu verbinden. Wie können soziokulturelle Aktivitäten und künstlerische Mitgestaltung Brücken bauen und neuen Raum oder echte Orte für Verbindungen schaffen?
Der Innovationspreis ist an die „Allgemeine Projektförderung“ gekoppelt und wird in den beiden Ausschreibungen im April/Mai sowie Oktober/November 2026 mit dem Thema „Einsamkeit“ ausgeschrieben: Wer eine Förderung erhält und sich mit dem Thema Einsamkeit auseinandersetzt, kann vom Kuratorium für den Preis nominiert werden. Eine gesonderte Bewerbung für den Innovationspreis ist demnach nicht möglich. Stattdessen stellen Interessierte einen Antrag im Programm Allgemeine Projektförderung, das wie immer themen- und spartenoffen ist. Nominierte Projekte werden während ihrer Durchführung begleitet und vor Ort besucht. Nach Abschluss aller nominierten Projekte wählt eine Jury die Preisträger*innen aus (voraussichtlich Ende 2028). Der Preis ist mit bis zu 10.000 Euro dotiert.

Mehr unterhttps://www.fonds-soziokultur.de/de/innovationspreis/13

2.1.5. Deutscher Gemeinsamkeitspreis 2026

Bewerbungsschluss: 16.8.2026

Einsamkeit ist eine vielschichtige gesellschaftliche Herausforderung: Sie beeinträchtigt die physische und psychische Gesundheit und gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis rückt dieses wichtige Thema ins Rampenlicht – und würdigt vor allem diejenigen, die bereits heute aktiv handeln: Projekte, Organisationen und Initiativen, die gegen Einsamkeit kämpfen und für gelebtes Miteinander einstehen.
Mit dem Preis setzt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) und im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit ein klares Zeichen: Wir können der Herausforderung Einsamkeit gemeinsam begegnen. Der Wettbewerb lenkt den Blick auf inspirierende Ideen, die es bereits gibt und soll Andere anregen, ebenfalls für soziale Verbundenheit aktiv zu werden.

Mehr unter https://kompetenznetz-einsamkeit.de/deutscher-gemeinsamkeitspreis-2026

2.1.6. Save the Date: Zweiter Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt findet am 21. Mai 2027 statt

Nach der breiten bundesweiten Beteiligung von Organisationen, Einrichtungen und Einzelpersonen am ersten Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt mit über 450 Aktionen in allen Bundesländern, haben die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration beschlossen, im kommenden Jahr den zweiten Aktionstag am 21. Mai 2027 stattfinden zu lassen.
Noch vor der Sommerpause rufen die Mitglieder der Initiative – ein breites Bündnis von 28 Vertreterinnen und Vertretern der Sozialpartner, Religionsgemeinschaften, Medien, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft – alle in Deutschland lebenden Menschen dazu auf, ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Vielfalt zu setzen.
Im zeitlichen Umfeld des UNESCO-Welttags der kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2027 sollen möglichst viele Aktionen durchgeführt und Veranstaltungen unter das Motto „Zusammenhalt in Vielfalt“ gestellten werden: Schulaktionen, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen, Begegnungsformate, Diskussionsveranstaltungen und u.v.m. sind willkommen.

Mehr unter https://www.kulturelle-integration.de/aktionstag-zusammenhalt-in-vielfalt/

2.2. Termine, Tagungen, Weiterbildungen

Tagungs- und Weiterbildungstermine

Einen Tagungskalender mit unzähligen Terminen finden Sie bei der Kulturpolitischen Gesellschaft unter https://kupoge.de/veranstaltungen
Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz bietet sein Seminare „Kultur & Management“ für 2023 mit zahlreichen Themen Bei den »Kultur & Management«-Seminaren geht es neben Soft Skills und Rhetorik schwerpunktmäßig um die Finanzierung kultureller Arbeit, Marketing und PR, Recht und Verwaltung. Mehr unter https://kulturseminare.de

Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung (neue Fristen)

An dieser Stelle weisen wir auf die Ausschreibungsfristen zum Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ hin. Alle Programmpartner, bei denen man sich laufend bewerben kann, sehen Sie unter https://www.skubi.com/kultur-macht-stark/programmpartner

14.8.2026 – 23.8.2026, Northeim

DEUTSCHEN FIGURENTHEATER­KONFERENZ 2026

10.9.2026, online

Online-Fachkonferenz: Radikal oder normal?

14.9.2026 – 20.9.2026, Frankfurt

Internationale FrauenTheaterfestival (IFTF) Feministische Demokratie 10 Years of Staging the Future

24.9.2026 – 27.9.2026, Köln

11. Deutsches Kinder-Theater-Fest„Auf nach Utopia!“

25.9.2026 – 26.9.2026, Berlin

Don’t Stop Me Now BUNDESTREFFEN26 der Freien Darstellenden Künste

1.10.2026, Bonn

Fachtagung Klima-Engagement – Klima. Kommune. Kooperation.

2.10.2026, Görlitz

Deutsch-polnisches Forum„Kultur für nachhaltige Entwicklung“

7.10.2026 – 8.10.2026, Leipzig

Werkraum Zukunft 2026: Strukturen für Zusammenhalt

24.9.2026 – 27.9.2026, Köln

11. Deutsches Kinder-Theater-Fest „Auf nach Utopia!“

2.3. Jobs

2.3.1. Jobs: Kulturstiftung des Bundes Programmsachbearbeiter*in (Halle Saale)

Zur Verstärkung unseres Teams der Programmsachbearbeitung suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine:n Programmsachbearbeiter:in (m/w/d) in unbefristeter Anstellung.
Als Programmsachbearbeiter:in begleiten Sie die administrative Umsetzung aller von der Kulturstiftung des Bundes initiierten Programme, Fonds und Modellprojekte sowie der Vorhaben in der Allgemeinen Projektförderung. Sie unterstützen die zuständigen Wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen bei ihrer Arbeit und tragen dazu bei, dass die Fördermaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden.
Zu Beginn werden Sie im Team die Programmsachbearbeitung des Förderprogramms „WAYS“ übernehmen. Das Programm unterstützt Kultureinrichtungen in Deutschland dabei, langfristige künstlerisch-kulturelle Kooperationen mit außereuropäischen Partnern aufzubauen und zugleich faire sowie nachhaltige Formen der Zusammenarbeit zu erproben. Bewerbungsfrist ist der 9. August 2026.

Mehr unter https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/ueber_uns/stellenangebote/programmsachbearbeiterin.html

2.3.2. Jobs: Generalsekretär*in bei der Jeunesses Musicales Deutschland (Weikersheim)

Die Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) mit Standort an der Musikakademie Schloss Weikersheim sucht zum 1. September 2027 eine herausragende Persönlichkeit als Generalsekretär*in (Vollzeit, unbefristet, bis TVöD E15).
Die JMD ist die deutsche Sektion der Jeunesses Musicales International (JMI), der größten Jugendkulturorganisation der Welt. Die JMD vertritt als Fachverband deutscher Jugendorchester über 300 korporative Mitglieder mit 15.000 Jugendlichen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.
Bewerbungsfrist ist der 30. September 2026.

Mehr unter https://www.jmd.info/jmd/stellenausschreibung-generalsekretaerin

2.3.3. Jobs: bkj: Mitarbeiter*in für Fördermittel (Berlin)

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) sucht ab 01. September 2026 für ihren Standort in Berlin einen Mitarbeiterin für Fördermittel mit einem Umfang von 30 Wochenstunden (verhandelbar).
Die Stelle ist aus haushaltsrechtlichen Gründen zunächst bis zum 31. Dezember 2027 befristet – wir streben jedoch ausdrücklich eine langfristige Zusammenarbeit an. Die Vergütung erfolgt in Höhe der Entgeltgruppe 8 TVöD-Bund. Wir bieten außerdem 30 Tage Jahresurlaub, eine sehr gute betriebliche Altersversorgung, Möglichkeiten des mobilen Arbeitens, berufliche Fortbildungsmöglichkeiten und einen Zuschuss zum Deutschlandticket.
Es erwartet Sie ein hohes Maß an Eigenständigkeit in der Zusammenarbeit mit motivierten Kolleg*innen, eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit mit Raum für individuelle Gestaltung und eine moderne IT-Ausstattung.
Bewerbungsfrist ist der 31. Juli 2026.

Mehr unter https://www.bkj.de/job/mitarbeiterin-fuer-foerdermittel/

2.4. Ausschreibungen, Förderungen, Preise, Wettbewerbe

2.4.1. Open Call: ARTIFICIAL Kunst & KI Festival

Bewerbungsschluss: 30.11.2026

ARTIFICIAL lädt Künstler:innen, freie Gruppen und soziokulturelle Zentren aus ganz Deutschland ein, Arbeiten einzureichen, die sich künstlerisch mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen. Gesucht werden Projekte aus allen Sparten: Theater, Tanz, Literatur, Film, bildende Künste, Medienkunst, Musik, Performance und hybride Formate.
Wir interessieren uns besonders für Arbeiten, die KI nicht nur als Werkzeug nutzen, sondern als künstlerisches Gegenüber, als Thema oder als kritische Reibungsfläche. Projekte, die Mechanismen, Grenzen oder gesellschaftliche Auswirkungen von KI sichtbar machen, werden bevorzugt berücksichtigt.

Mehr unter https://www.dieboerse-wtal.de/ARTIFICIAL/OpenCall.php

2.4.2. Deutsches Kinderhilfwerk: Themenfonds Kinderkultur

Bewerbungsschluss: 30.9.2026

Über den Themenfonds “Kinderkultur” fördert das Deutsche Kinderhilfswerk Projekte für Kinder und Jugendliche aus allen Kultursparten. Dabei gehen wir von einem weiten Kulturbegriff aus: von Tanz, Zirkus, Trickfilm über Rap und Alltagskultur ist alles möglich. Der Fokus sollte auf dem gemeinsamen ästhetisch-kulturellen Prozess liegen. Wichtig ist außerdem, dass die beteiligten Kinder und Jugendlichen im Projekt möglichst stark beteiligt werden: von der Projektplanung bis zur Projektumsetzung.
Bewerben können sich Kinder und Jugendliche (mit Unterstützung einer volljährigen Person), Bürgerinitiativen und Vereine; ebenso operative Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften. Organisierte Jugendinitiativen, Schülervertretungen oder Kinder- und Jugendparlamente, die nicht selbst rechtsfähig sind, können eine Förderung über eine Kooperation mit gemeinnützigen Trägern erhalten.

2.4.3. Amateurmusikfonds

Bewerbungsschluss: 30.9.2026

Der Amateurmusikfonds geht in die vierte Runde: Ab sofort können Chöre, Orchester,
Bands, Musikvereine und -verbände Förderanträge stellen.
Die Präsidentin des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO), Derya Türk-Nachbaur MdB, ruft zur Bewerbung auf: „Unter dem Motto ‚Teilhabe leben, Vielfalt stärken‘ möchten wir die Amateurmusik in ihrer ganzen Breite weiterentwickeln. Der Amateurmusikfonds ermöglicht engagierten Ensembles und Vereinen in ganz Deutschland, ihre innovativen Ideen umzusetzen und neue Wege zu gehen. Wer sich zukunftssicher aufstellen und besondere Projekte realisieren möchte, sollte diese Chance nutzen und sich jetzt bewerben.“

Mehr unter https://bundesmusikverband.de/amateurmusikfonds-4/

2.4.4. Projektförderung: Klima.Gerecht.Jetzt.

Bewerbungsschluss: 7.9.2026

Jetzt zur Infoveranstaltung am 11. August, 15:30 bis 16:30 Uhr, anmelden und bis zum 07.September 2026 einen Antrag einreichen.
Im Rahmen der Ausschreibung „Klima.Gerecht.Jetzt. (NPB2026/sm)“ vergibt finep Fördergelder an kleinere zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland. Die Ausschreibung unterstützt Bildungsprojekte, die gezielt junge, weniger engagierte Menschen erreichen, den Nutzen von Klimaschutz für das Gemeinwohl vermitteln und zeigen, warum es sich lohnt, sich für Klimaschutz einzusetzen. Die Projekte stützen sich dabei in ihrer Arbeit auf wissenschaftliche Erkenntnisse und orientieren sich an Prinzipien des Globalen Lernens.

Mehr unter https://finep.org/projektfoerderung-klima-gerecht-jetzt-npb2026-sm/

2.4.5. Best Of Live Award geht in die nächste Runde

Bewerbungsschluss: 31.8.2026

Die Bühne ist bereitet für den nächsten Jahrgang des Best Of Live Award: Nach der erfolgreichen Premiere des BOLA 2025 startet der Branchenpreis des BDKV jetzt in seine zweite Ausgabe. Mit über 130 Einreichungen, einem ausgebuchten Gala-Abend und spürbarer Aufbruchsstimmung hat der BOLA im vergangenen Jahr gezeigt, wie groß der Wunsch nach einem modernen, verbindenden und fachlich starken Preis für das Live Entertainment ist.
Alle BDKV-Mitglieder sind aufgerufen, eigene Projekte oder Projekte unter ihrer Mitwirkung ins Rennen zu schicken.
Der Best Of Live Award würdigt herausragende Leistungen hinter der Bühne – also die Menschen, Ideen und Konzepte, die Live-Erlebnisse möglich machen. Von Klassik bis Festival, von Comedy bis Musical, von Künstler*innenaufbau bis Nachhaltigkeit.

Mehr unter https://miz.org/de/nachrichten/best-of-live-award-geht-in-die-naechste-runde

2.4.6. Feminism Now! Preis für feministisches Engagement

Bewerbungsschluss: 31.8.2026

Mit dem Preis für feministisches Engagement „Feminism Now!” würdigt die Heinrich-Böll-Stiftung Menschen, die sich für Menschenrechte, Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung einsetzen.
Sie widersprechen patriarchalen Strukturen, die Gewalt hervorbringen, Freiheit einschränken oder demokratische Teilhabe verhindern. Sie handeln nicht abstrakt, sondern konkret: in politischen Bewegungen, zivilgesellschaftlichen Netzwerken, in ihren Communities, auf der Straße, vor Gerichten, in Parlamenten oder im digitalen Raum.
„Feminism Now!“ richtet sich an Feminist*innen aus aller Welt.
Die Heinrich Böll Stiftung freut sich über Nominierungen von Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans sowie agender Personen (FLINTA), die sich mutig und kontinuierlich für ein selbstbestimmtes, diskriminierungs- und gewaltfreies Leben einsetzen und so gesellschaftliche Veränderungen von strategischer Relevanz bewirken.

Mehr unter https://www.boell.de/de/feminism-now-preis-fuer-feministisches-engagement

2.4.7. PixxelCult Open Call 2026

Bewerbungsschluss: 31.8.2026

PixxelCult lädt alle engagierten Fotograf*innen ein, Serien für die Aufnahme ins PixxelCult-Archiv einzureichen. Eine Jury aus Fachleuten für Fotografie aus allen Teilen der Großregion wird über die Aufnahme entscheiden.
Wer kann sich bewerben? Was kann man einreichen? Die Bewerbung steht grundsätzlich jedem offen: Egal, ob Berufsfotografin oder Amateurin, Handwerkerin, Designerin oder Künstlerin. Alle, die im Sinne der Autorinnenfotografie Themen der Region bearbeiten, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Wichtig ist, dass die Bilderserien in der Großregion entstanden sind – Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Wallonien einschließlich der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Wer Bilder einreicht, muss Urheber*in dieser Bilder sein.

Mehr unter https://www.pixxelcult.com/PixxelCult-D.html

2.4.8. Nationaler Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung 2027

Bewerbungsschluss: 16.8.2026

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Deutsche UNESCO-Kommission vergeben den “Nationalen Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung 2027”. Ausgezeichnet werden jeweils drei herausragende Initiativen in den Kategorien Lernorte, Multiplikatorinnen und Bildungslandschaften sowie eine BNE-Newcomer*in. Antragsberechtigt sind u.a. Kitas, Schulen, Hochschulen, Vereine, Kommunen, Unternehmen und Einzelpersonen. Die zehn Auszeichnungen sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert.

Mehr unter https://www.unesco.de/bne/bne-preis/

2.4.9. MEWEM startet Bewerbungsphase 2026

Bewerbungsschluss: 26.7.2026

Das Mentoringprogramm MEWEM startet in seine nächste Runde und unterstützt auch in diesem Jahr wieder weibliche, trans* und nicht-binäre Nachwuchskräfte in der Musikwirtschaft. Interessent*innen aus ganz Deutschland können sich ab sofort als Mentee bewerben.
Ziel des zertifizierten Programms ist es, langfristig mehr FLINTA-Personen in Entscheidungspositionen der Musikwirtschaft zu bringen und ihre Sichtbarkeit in der Branche zu stärken. Im Rahmen des fünfmonatigen Programms werden zehn erfahrene Mentorinnen mit zehn Nachwuchskräften (Mentees) zusammengebracht. Durch den Austausch mit etablierten Branchenvertreter*innen erhalten die Teilnehmenden Impulse für ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung sowie Zugang zu wertvollen Netzwerken.

Mehr unter https://www.vut.de/mewem-bewerbungsstart-2026/

2.4.10. Deutscher Nachbarschaftspreis 2026

Bewerbungsschluss: 25.7.2026

Auch in diesem Jahr ist die nebenan.de Stiftung auf der Suche nach Projekten und Initiativen, die sich für lebendige und lebenswerte Nachbarschaften einsetzen und das gesellschaftliche Miteinander stärken. Vom 15. Juni bis zum 25. Juli 2026 können sich nachbarschaftliche Initiativen und Projekte aus ganz Deutschland bewerben und bis zu 5.000 Euro gewinnen.
Ihr macht aus Leerstand Orte der Begegnung? Ihr entdeckt gemeinsam die Vielfalt eures Quartiers? Ihr bringt die Menschen eurer Nachbarschaft zusammen?

Mehr unter https://www.nachbarschaftspreis.de/

2.4.11. Förderung “selbst.bestimmt!”

Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft fördert mit dem Programm “selbst.bestimmt!” gemeinnützige Selbstorganisationen von Sintize und Romnja in Deutschland. Unterstützt werden Projekte zur Stärkung von Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Teilhabe und nachhaltiger Organisationsentwicklung. Pro Vorhaben können bis zu 80.000 Euro für eine Laufzeit von bis zu 24 Monaten beantragt werden.

Mehr unter https://www.stiftung-evz.de/was-wir-foerdern/selbst-bestimmt/

2.4.12. Monom Akuthilfefonds

Die MONOM Stiftung unterstützt mit dem Akuthilfefonds selbstverwaltete Zentren, Wohnprojekte, queere Cafés und ähnliche Räume bei plötzlich entstehenden finanziellen Belastungen. Gefördert werden u.a. Maßnahmen nach Angriffen, rechtliche Unterstützung oder sicherheitsrelevante Anschaffungen. Die Förderung beträgt in der Regel bis zu 2.000 Euro und richtet sich an gemeinnützige, selbstorganisierte Träger mit kollektivem und diskriminierungssensiblem Anspruch.

Mehr unter https://www.monom-stiftung.org/ausschreibungen/akuthilfefonds

2.4.13. KUNSTFONDS_Werkverzeichnung

Das Förderprogramm KUNSTFONDS_Werkverzeichnung fördert die digitale Dokumentation künstlerischer Lebenswerke, die von überregionaler Bedeutung und hoher künstlerischer Relevanz sind. Dabei sind alle Maßnahmen förderfähig, die zur Umsetzung der Werkverzeichnung erforderlich sind.
Die beantragte Fördersumme muss mind. 10.000 Euro und max. 30.000 Euro bei einem Eigenanteil von 10 Prozent betragen.
Die digitale Verzeichnung erfolgt in einem von der Stiftung Kunstfonds zur Verfügung gestelltem Erfassungsprogramm.

Mehr unter https://www.kunstfonds.de/foerderung/faqs/faqs-kunstfonds-werkverzeichung#c1400

2.4.14. Stiftung Kunstfonds: KUNSTFONDS_Plattformen für kunstvermittelnde Akteur:innen

Bewerbungsschluss: 31.8.2026

Das Programm KUNSTFONDS_Plattformen fördert Einrichtungen und Orte, die zeitgenössische bildende Kunst präsentieren, vermitteln und somit am aktuellen Diskurs teilnehmen.
Darüber hinaus werden experimentell-innovative Konzepte von Kollektiven und soloselbständigen Kurator:innen unterstützt, welche an analogen/physischen Orten/Plattformen stattfinden. Gefördert werden umfassende, auch mehrmonatig konzipierte Projektvorhaben, die z.B. Ausstellungen, Symposien, Konferenzen oder alternative Formate beinhalten.

Mehr unter https://www.kunstfonds.de/foerderung/kunstfonds-plattformen/bewerbung-und-vergabe

2.4.15. Regelmäßige Förderung

An der Stelle weisen wir auf Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene (Rheinland-Pfalz), von Fonds und Stiftungen etc., mit wiederkehrenden, jährlichen Bewerbungsfristen oder Möglichkeit der laufenden Bewerbung hin.
Mehr unter https://kulturbuero-rlp.de/service/ausschreibungen-wettbewerbe-foerderung

3. Europa und die Welt

3.1. Aktueller Stand der Verhandlungen zum Nachfolgeprogramm von Kreatives Europa

Im Dezember 2027 endet die reguläre Laufzeit des Förderprogramms Kreatives Europa. Creative Europe Desk Kultur hat die Hintergründe und den aktuellen Stand der Verhandlungen für das Nachfolgeprogramm AgoraEU zusammengefasst.
Aushandlung des Mehrjährigen Finanzrahmens
Alle sieben Jahre legt die EU im Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) fest, wofür sie in den nächsten sieben Jahren wie viel Geld ausgeben wird. Gerade befinden wir uns im Zeitraum 2021-2027 und damit laufen aktuell die Verhandlungen zum nächsten MFR 2028-2034. Neben der komplexen Frage nach der Verteilung von Budgets ist damit auch immer eine Neuverhandlung der EU-Förderprogramme auf inhaltlicher Ebene verbunden. Und damit steht auch das Förderprogramm Kreatives Europa mit seinen drei Teilprogrammen KULTUR, MEDIA und Cross Sektor auf dem Prüfstand.

Mehr unter https://kultur.creative-europe-desk.de/news/verhandlungen-zum-nachfolgeprogramm-von-kreatives-europa/

3.2. Fonds Soziokultur: Cultural Bridge

Bewerbungsschluss: 2.11.2026

Cultural Bridge fördert bilaterale Partnerschaften zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland durch die Zusammenarbeit von Arts Council England, Arts Council of Northern Ireland, British Council, Creative Scotland, Fonds Soziokultur, Goethe-Institut London und Wales Arts International / Arts Council of Wales.
Diese Seite gibt lediglich einen kleinen Überblick über das Förderprogramm. Alle vollständigen Informationen zu den Fördervoraussetzungen und zur Antragstellung finden Sie auf cultural-bridge.info.

Mehr unter https://www.fonds-soziokultur.de/de/culturalbridge

3.3. Dritte Ausschreibung von Perform Europe ist veröffentlicht

Bewerbungsschluss: 22.10.2026

Zum dritten Mal werden mit „Perform Europe“ kleinere Kooperationsprojekte im Bereich der Darstellenden Kunst mit drei Partnern (einer antragstellenden Organisation und zwei Partnern) aus insgesamt drei verschiedenen Ländern gefördert. Voraussetzung ist, dass ein bereits bestehendes Werk auf Tour geschickt wird.
Perform Europe wird mindestens 25 erfolgreiche Projekte mit insgesamt 1,4 Millionen Euro fördern. Der maximale Zuschuss pro ausgewählte antragstellende Organisation beträgt 55 000 Euro plus maximal 5000 Euro Top-ups.

Mehr unter https://performeurope.eu/

3.4. Goethe-Institut: Internationaler Koproduktionsfonds

Bewerbungsschluss: 1.10.2026

Mit dem IKF fördern wir die Entwicklung neuer Produktionen sowie die Weiterentwicklung bereits bestehender Produktionen in Musik, Theater, Tanz, und Performance, die künstlerisch hochwertig sind und öffentlich wirken. Eine gemeinsame künstlerische Entwicklung des Projektes zwischen den Koproduktionspartner*innen ist unabdingbar. Aus der Bewerbung muss klar hervorgehen, dass ein echtes beidseitiges Interesse an der dialogorientierten Produktion vorliegt. Das Arbeitsergebnis soll im Ausland in einem professionellen Umfeld präsentiert werden, wenn möglich auch in Deutschland. Neben reinen Musik-, Tanz- oder Theaterproduktionen sind interdisziplinäre, hybride Vorhaben oder Projekte mit sinnvollem Einsatz digitaler Medien möglich.
Sämtliche Projektkosten, wie z.B. Künstler*innenhonorare, Reise- und Produktionskosten können berücksichtigt werden. Die beantragte Fördersumme sollte 30.000 € nicht über- und 15.000 € nicht unterschreiten.
Von der Förderung ausgeschlossen sind rein kommerzielle Projekte, Auftragsarbeiten, reine Gastspiele oder Tourneen, Vorhaben mit reinem Residenzcharakter, Musikaufnahmen, Film- oder Ausstellungsvorhaben ohne performativen Ansatz, sowie laufende Betriebskosten.

Mehr unter https://www.goethe.de/de/kul/foe/int.html

4. Literaturtipps

4.1. infodienst Magazin für kulturelle Bildung 160: Zusammen:halt?! Digitalität. Angst. Demokratie

Vier Begriffe, ein Magazin: Herausfordernde Zeiten verlangen klare Kante. Der Politikberater Johannes Hillje fordert demokratische Politiker:innen dazu auf, mehr Emotionen zu wagen und Ängste und Wut nicht kleinzureden, sondern eine Brücke zur Hoffnung zu bauen. Die Schriftstellerin Anne Rabe ruft dazu auf, die Empathie- und Diskursfähigkeit durch Kultur zu stärken und uns zu trauen, Ideen für eine bessere, gerechtere und friedlichere Welt zu entwickeln. Und der Soziologe Alexander Yendell skizziert, warum soziale, kulturelle und pädagogische Räume heute wichtiger denn je sind. Das Magazin stellt zudem wegweisende Konzepte und Projekte vor, die zeigen, wie Kunst zum Katalysator für Veränderungen werden kann. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden in Einrichtungen der kulturellen Bildung ermutigt, eingefahrene Denkmuster aufzubrechen und mit künstlerischen Mitteln beispielsweise Machtstrukturen zu entlarven und Visionen für ein besseres Zusammenleben zu entwickeln. So erfahren sie: Ich kann etwas bewirken! Viele Praktiker:innen geben zudem wertvolle Tipps, wie Sie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Entwicklung und Stärkung von Selbstwert, Ausdruck und Zugehörigkeit in demokratischen Erfahrungsräumen niedrigschwellig ermöglichen können.

Mehr unter https://lkd-wissen.de/produkt/zusammenhalt/

4.2. Kulturpolitische Mitteilungen 193 Neue Kulturpolitik auf dem Prüfstand

Nach 50 Jahren steht die Neue Kulturpolitik auf dem Prüfstand. Hat sie die an sie gestellten Erwartungen erfüllt und ist sie weiterhin ein brauchbares Konzept für die kulturelle Demokratisierung der Gesellschaft? Oder gilt es, sich von soziokulturellen Programmformeln der Vergangenheit zu verabschieden und eine neue Neue Kulturpolitik zu begründen, die der gesellschaftlichen Entwicklung im 21. Jahrhundert Rechnung trägt?
Schließlich: Hat Kulturpolitik überhaupt noch eine Zukunft angesichts eines proklamierten Endes des »ökoemanzipatorischen Projektes«? Diese Fragen stehen im Zentrum des folgenden Schwerpunktes, der u.a. zentrale Beiträge des Kulturpolitischen Kolloquiums »Bilanz ziehen—Kurs setzen: Grundzüge einer Kulturpolitik der Resilienz« im Frühjahr d. J. in Loccum wiedergibt.

Mehr unter https://kupoge.myshopify.com/products/kulturpolitische-mitteilungen-heft-193-ii-2026-neue-kulturpolitik-auf-dem-pruefstand

4.3. Demokratiemonitor 2026 veröffentlicht

Die Bertelsmann Stiftung hat den “Demokratiemonitor 2026” veröffentlicht, der auf einer Längsschnittstudie mit über 5.000 Befragten basiert und die Bewertung der Demokratie in Deutschland untersucht. Im Fokus stehen dabei die Legitimität demokratischer Institutionen sowie die Zufriedenheit mit deren praktischer Umsetzung. Die Ergebnisse zeigen eine hohe und im Vergleich zu 2019 gestiegene Zustimmung zu demokratischen Grundwerten, gleichzeitig jedoch deutliche Defizite bei der Mitbestimmung und Beteiligung. Die Erhebung macht damit sowohl eine stabile demokratische Resilienz als auch weiteren Handlungsbedarf sichtbar.

Mehr unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/user_upload/EINWURF_03_2026.pdf

4.4. Kulturpolitische Gesellschaft e.V.: Jahrbuch für Kulturpolitik 2025/26

50 Jahre Kulturpolitische Gesellschaft – Diskursgeschichte

Im Juni 1976 wurde die Kulturpolitische Gesellschaft gegründet. Fünf Jahrzehnte hat sie seitdem als diskursive Kraft in Deutschland gewirkt und viele Reformimpulse gegeben. Ihre Absicht, die Gesellschaft durch Kultur zu demokratisieren, ist auf eine breite Resonanz gestoßen und auch ihr Ansatz der konzeptbasierten Kulturpolitik ist allgemein akzeptiert. Die Beiträger*innen beschreiben im »Jahrbuch für Kulturpolitik« zum 50. Jubiläum der Kulturpolitischen Gesellschaft die Diskursgeschichte des Verbands in fünf Dekadenschritten und sparen dabei die gesellschaftlichen Hintergründe nicht aus – ein Überblick über die Kulturpolitikgeschichte in Deutschland, deren Aufarbeitung erst in den Kinderschuhen steckt.

Mehr unter https://www.transcript-verlag.de/media/pdf/40/27/46/oa9783839423028.pdf

4.5. Dokumentation: Forschungsprojekt „Kulturelle Teilhabe“

Was brauchen taube und schwerhörige Menschen, um wirklich am Theaterleben teilhaben zu können – als Publikum und als Künstlerinnen? Dieser Frage ist ein Forschungsteam am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig nachgegangen. Die Ergebnisse sind deutlich: Gelegentliche Verdolmetschung in Deutscher Gebärdensprache reicht nicht aus. Gefragt sind neue künstlerische Arbeitsweisen und Strukturen, die Gehörlosenkultur sichtbar machen und taube Akteurinnen von Beginn an einbeziehen. Kooperationspartner des Projekts war u. a. die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich. Alle Resultate – inklusive Policy Paper und Materialien in Deutscher Gebärdensprache – sind jetzt auf der Projektseite abrufbar.

Mehr unter https://kulturelleteilhabe.wordpress.com/

4.6. Studie belegt Schlüsselrolle regionaler Netzwerkstellen für Kultur in ländlichen Räumen

Das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. hat die Ergebnisse des Forschungsprojekts »Vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen. Akteure, Rollenverständnisse, Gelingensbedingungen« (NetKulaeR, 2023–2026, Projektleitung: Christine Wingert, KuPoGe) in einer praxisorientierten Handreichung, einem Policy Paper und verschiedenen Online-Formaten veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Studie stehen regionale Netzwerkstellen für Kultur in ländlichen Räumen. Sie zeigt, dass kreisübergreifende Kulturbüros, Kreiskulturverwaltungen und LEADER-Regionalmanagement Wissen, Kontakte und Ressourcen vermitteln, Kulturakteure vernetzen und die Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Bereichen fördern. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt, Teilhabe und Lebensqualität in ländlichen Regionen.

Mehr unter https://www.kupoge.de/studie-netkulaer/

4.7. Bundesverband Mobile Beratung, Handreichung | 2026 Haltung zeigen – Extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur abwehren

Musikclubs und Festivals sind weit mehr als Orte der Unterhaltung: Sie sind zentrale Räume für Begegnung, kulturellen Austausch und demokratische Teilhabe. Doch genau diese Räume geraten zunehmend unter Druck: Rechtsextreme Akteur*innen versuchen verstärkt, kulturelle Veranstaltungen zu instrumentalisieren, zu stören und zu beeinflussen.
Die Handreichung reagiert auf diese Entwicklungen, bündelt erstmals praxisnahes Wissen für die Live-Branche und bietet konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit rechtsextremen, diskriminierenden und demokratiefeindlichen Entwicklungen im Kulturbereich. Sie beleuchtet aktuelle Strategien der extremen Rechten und zeigt, wie Veranstaltende, Clubbetreiberinnen und Festivalorganisatorinnen präventiv handeln und im Ernstfall sicher reagieren können.
Mehr unter https://bundesverband-mobile-beratung.de/publikationen/haltung-zeigen-extrem-rechte-angriffe-auf-die-club-und-festivalkultur-abwehren/

Impressum

veröffentlicht: 23.04.2026 – Impressum

Kulturbüro Rheinland-Pfalz
in Trägerschaft von Soziokultur & Kulturelle Bildung RLP e.V.
Stellv. Geschäftsführerin
Britta Lins
C.-S.-Schmidt-Str. 9
56112 Lahnstein
Tel. 02621/ 62 31 5-0
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Kulturbüro: https://kulturbuero-rlp.de

Kultur & Management: https://kulturseminare.de
Soziokultur & Kulturelle Bildung RLP e.V.: https://lag-sozkul.de
Servicestelle Kulturelle Bildung: https://www.skubi.com
Freiwilligendienste: https://www.freiwillig-rlp.de
P.S. Einige Ausschreibungen übernommen von „JISSA – JugendInfoService Sachsen-Anhalt“ und vom Bergisch Gladbacher Kultur-Ticker. Vielen Dank

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