Newsletter Freie Szene Rheinland-Pfalz Nr.262, Juni 2026
- 1. Rheinland-Pfalz
- 2. Deutschland
- 2.2. Termine, Tagungen, Weiterbildungen
- 2.3. Jobs
- 2.4. Ausschreibungen, Förderungen, Preise, Wettbewerbe
- 2.4.1. Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung (neue Fristen)
- 2.4.2. Tanzpakt: Ausschreibungsverfahren Förderperiode 2025–2030
- 2.4.3. Mikroförderung für Engagement und Ehrenamt
- 2.4.4. Förderung für deutsch-polnische Kunst- und Kulturprojekte
- 2.4.5. Musikfonds: große Projektförderung
- 2.4.6. Initiative Musik: Projektförderung
- 2.4.7. Deutscher Cartoonpreis 2026
- 2.4.8. Projektförderung: Deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa
- 2.4.9. Musikfonds: Kleine Projektförderung
- 2.4.10. Wettbewerb “EMPerformance 2026”
- 2.4.11. “Verbändeförderung – Zuschüsse für Projekte”
- 2.4.12. Kulturstiftung des Bundes – Allgemeine Projektförderung
- 2.4.13. Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte: Förderaufruf 2027/2028
- 2.4.14. Initiative Musik: Künstler*innenförderung
- 2.4.15. Wettbewerb “Peter-Härtling-Preis”
- 2.4.16. Neuer EU-Preis: Simone Veil Prize
- 2.4.17. Kunstausstellung „Neurodiversität im Dialog“
- 2.4.18. Förderung der Amadeu Antonio Stiftung
- 2.4.19. Stiftung Deutsches Hilfswerk Sonderpreises 2026 der Unionhilfswerk-Förderstiftung für junge Schreibende
- 2.4.20. Regelmäßige Förderung
- 3. Europa und die Welt
- 4. Literaturtipps
1. Rheinland-Pfalz
1.1. Aller.Land Projekt Mäander: Regionales Gremium konstituiert sich
Mit der Konstituierung des regionalen Gremiums und dem Besuch von Vertretern des Ministeriums für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur (MKBWK) hat das Projekt “Mäander” im Rahmen des Bundesförderprogramms “Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.” im Eifelkreis Bitburg-Prüm wichtige Schritte für die weitere Entwicklung im Förderzeitraum bis 2030 vollzogen.
Das regionale Gremium begleitet Mäander als Entscheidungs- und Reflexionsorgan. Es setzt sich aus vielfältigen Akteuren der Region zusammen, ist paritätisch besetzt und mehrheitlich zivilgesellschaftlich geprägt. Als Resonanzkörper und Multiplikatoren unterstützen die Mitglieder die nachhaltige Verankerung und Weiterentwicklung des Projekts.
1.2. SAVE THE DATE – BUGA29: Das Bunte Klassenzimmer sucht dich!
Du arbeitest in einem Bereich, in dem du Kinder und Jugendliche für Zukunft, Gesellschaft, Kunst oder Natur begeistern kannst? Dann merk dir jetzt schon den Zeitraum der Bundesgartenschau im Jahr 2029 (BUGA29) vor! Die BUGA29 findet vom 19. April bis 7. Oktober 2029 statt.
Für das Bunte Klassenzimmer der BUGA29 suchen wir engagierte Bildungsakteur:innen, die unser Programm mit Leben füllen und gemeinsam mit uns einen inspirierenden Lern- und Erlebnisraum gestalten.
Mehr unter https://www.buga29.de/das-bunte-klassenzimmer-sucht-dich/
1.3. Match Making RLP: Tandem- und Netzwerkprogramm für FLINTA-Akteurinnen der Musikszene
Wie entstehen neue Kooperationen, kreative Projekte und nachhaltige Netzwerke? Oft durch die richtigen Begegnungen.
Mit MatchMaking RLP startet musicRLPwomen* 2026/27 ein neues Tandem- und Netzwerkprogramm für FLINTA-Akteurinnen aus Musik und Musikbranche in Rheinland-Pfalz. Ziel des Programms ist es, Menschen mit passenden Interessen, Erfahrungen und Kompetenzen gezielt zusammenzubringen und langfristige Verbindungen innerhalb der Musikszene zu schaffen.
Dabei geht es nicht um ein klassisches Mentor*innen-Mentee-Prinzip, sondern um Austausch auf Augenhöhe:
Wer passt fachlich, künstlerisch oder strategisch besonders gut zusammen?
Die ausgewählten Tandems arbeiten über mehrere Monate zusammen, tauschen Erfahrungen aus, besuchen gemeinsam Veranstaltungen und entwickeln neue Ideen, Kooperationen und Projekte.
Der Bewerbungszeitraum ist vom 01-30. Juli 2026.
2. Deutschland
2.1. Politik, Finanzen, Recht
2.1.1. Sachsen-Anhalt: Statement “Kultur ist Vielfalt und Heimat”
„Heimat ist dort, wo Vielfalt gelebt und Kunstfreiheit verteidigt wird“ – unter diesem Leitgedanken haben Kulturakteurinnen und Kulturakteure aus Sachsen-Anhalt ein gemeinsames Statement veröffentlicht. Darin wenden sie sich gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und demokratiefeindliche Ideologien und bekräftigen: Die Freiheit der Kunst und Wissenschaft ist nicht verhandelbar. Sie ist Grundlage der Arbeit – und Maßstab der Haltung der Institutionen.
Das Statement kann von Kulturakteurinnen und Kulturakteuren aus Sachsen-Anhalt sowie bundesweit von Unterstützerinnen und Unterstützern unterzeichnet werden.
Mehr unter https://www.kulturvielfaltheimat.de/
2.1.2. Bundesprogramm “Gesellschaftlicher Zusammenhalt” -Interessensbekundung-
Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) fördert das Bundesprogramm “Gesellschaftlicher Zusammenhalt – vor Ort.Vernetzt.Verbunden.” (BGZ) daher Projekte, die das Miteinander in den Städten und Kommunen nachhaltig positiv verändern und lokale Institutionen sowie Strukturen interkulturell öffnen. Sie bringen Menschen integrativ sowie innovativ ins Gespräch und bauen Vorurteile ab. Zudem schaffen die Projekte konkrete Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement, stärken die Kompetenzen von Zugewanderten, befähigen sie, aktiv am sozialen Leben teilzunehmen und flankieren den Spracherwerb.
Die Frist zur Einreichung von Interessenbekundungen endet am 30.06.2026 (Ausschlussfrist Poststempel).
2.1.3. Neue Beteiligungsplattform für junge Menschen gestartet
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat am 18. Mai 2026 die digitale Plattform mitwirken.gov.de gestartet. Sie bündelt erstmals bundesweit Beteiligungsangebote für Kinder und Jugendliche an einem zentralen Ort. Junge Menschen können sich dort über Formate informieren und sich direkt anmelden. Bund, Länder, Kommunen, Verbände und weitere Organisationen haben die Möglichkeit, ihre Beteiligungsangebote auf der Plattform zu veröffentlichen. Nach redaktioneller Prüfung werden die Inhalte veröffentlicht und sichtbar gemacht. Bundesministerin Karin Prien erklärte dazu: »Kinder und Jugendliche wollen ihre Gesellschaft mitgestalten. Mit mitwirken.gov.de schaffen wir einen modernen und niedrigschwelligen Zugang zu Beteiligung – sichtbar, digital und bundesweit vernetzt.« Die Plattform wurde gemeinsam mit Jugendlichen und Anbietern von Beteiligungsformaten entwickelt. Sie enthält zudem eine Veranstaltungsverwaltung, über die Einladungen versendet, Veranstaltungen organisiert und Informationen veröffentlicht werden können. Externe Anmeldetools können eingebunden werden.
Mehr unter https://mitwirken.gov.de/
2.1.4. 369 Jugendliche erarbeiten „Charta for young culture“
Wie werden wir in Zukunft leben? Welche Rolle spielen Kunst, Kultur und Gemeinschaft dabei? Im Mittelpunkt des Gipfeltreffens für die Generationen der Zukunft am 11. Mai 2026 im LATIBUL Theater- & Zirkuspädagogisches Zentrums in Köln stand die Auseinandersetzung mit Fragen rund um Gesellschaft, Kultur und Zusammenleben.
In Workshops, Gesprächsformaten, künstlerischen Installationen und Werkschauen wurde gemeinsam ausprobiert, diskutiert und gestaltet. Das Gipfeltreffen „AUSSICHTEN“ lud dazu ein, Zukunft im gemeinsamen Denken und künstlerischen Handeln zu erkunden – offen, spielerisch und partizipativ.
Die nun vorliegende Charta macht auf die Notwendigkeit und Bedeutung von Kunst und Kultur im Leben von jungen Menschen aufmerksam. In 16 Leitsätzen formuliert sie Wünsche, Erwartungen und Handlungsbedarf im Bereich der Kunst und Kultur sowie der kulturellen und ästhetischen Bildung. Am Charta-Prozess haben sich 369 Jugendliche sowie 24 Künstlerinnen und Kulturpädagoginnen beteiligt.
Mehr unter https://www.bkj.de/meldung/369-jugendliche-erarbeiten-charta-for-young-culture/
2.2. Termine, Tagungen, Weiterbildungen
Tagungs- und Weiterbildungstermine
Einen Tagungskalender mit unzähligen Terminen finden Sie bei der Kulturpolitischen Gesellschaft unter https://kupoge.de/veranstaltungen
Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz bietet sein Seminare „Kultur & Management“ für 2023 mit zahlreichen Themen Bei den »Kultur & Management«-Seminaren geht es neben Soft Skills und Rhetorik schwerpunktmäßig um die Finanzierung kultureller Arbeit, Marketing und PR, Recht und Verwaltung. Mehr unter https://kulturseminare.de
Time to Listen 2026 (Juni) Multispecies Creativity in Music and Sound
Rheinhessen-Konferenz und 210. Geburtstag
Online-Fachkonferenz: Radikal oder normal?
Internationale FrauenTheaterfestival (IFTF) Feministische Demokratie 10 Years of Staging the Future
11. Deutsches Kinder-Theater-Fest„Auf nach Utopia!“
Fachtagung Klima-Engagement – Klima. Kommune. Kooperation.
Werkraum Zukunft 2026: Strukturen für Zusammenhalt
11. Deutsches Kinder-Theater-Fest „Auf nach Utopia!“
Landesverband Soziokultur Sachsen: Fachtag JETZT! stärken, was uns trägt
Netzwerktreffen 2026: Die Zukunft der Beteiligung
2.3. Jobs
2.3.1. Jobs: Ausschreibungen beim Beethovenfest Bonn
Das Beethovenfest Bonn sucht Verstärkung: Aktuell sind zwei Stellen ausgeschrieben. Gesucht werden eine Aushilfe Ticketing (m/w/d) sowie Mitarbeitende für das Saisonteam vor und hinter der Bühne. Die Positionen bieten die Möglichkeit, bei einem der größten Klassikfestivals Deutschlands hinter die Kulissen zu blicken und aktiv an der Festivalorganisation mitzuwirken. Weitere Informationen zu den Aufgaben, Voraussetzungen und Bewerbungsfristen finden sich auf der Website des Beethovenfests.
Mehr unter https://www.beethovenfest.de/de/jobs
2.3.2. Job: Projektleitung Dokumentation und digitale Infrastruktur (Elternzeit) (Frankfurt)
Die ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland e.V. sucht zum 1. Oktober 2026 einen Projektleiterin für den Bereich Dokumentation und digitale Infrastruktur im Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland (KJTZ).
Bewerbungsfrist ist der 12. Juli 2026.
2.3.3. Job: Mitarbeiter*in (m/w/d) im Bereich Kulturmanagement/Programmplanung (Minden)
Das Kulturzentrum BÜZ steht seit 1983 in Minden für Begegnung, Kommunikation, Vielfalt und immer wieder Neues.
Das BÜZ sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen engagierten Mitarbeiter*in (m/w/d) im Bereich Kulturmanagement/Programmplanung in Teil- oder Vollzeit (25–39 h/Woche). Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2026.
2.4. Ausschreibungen, Förderungen, Preise, Wettbewerbe
2.4.1. Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung (neue Fristen)
An dieser Stelle weisen wir auf die Ausschreibungsfristen zum Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ hin.
Alle Programmpartner, bei denen man sich laufend bewerben kann, sehen Sie unter https://www.skubi.com/kultur-macht-stark/programmpartner
2.4.2. Tanzpakt: Ausschreibungsverfahren Förderperiode 2025–2030
TANZPAKT-Antragsverfahren startet am 5. November – Stärkung der Tanzlandschaft und neue Perspektiven durch urbane Expertise in der Jury
Mit dem Haushaltsbeschluss 2024 stellte die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien weitere Mittel für die Fortsetzung von TANZPAKT Stadt-Land-Bund bereit. Die erste Ausschreibungsrunde endete am 22. September 2025. Nun startet das Förderprogramm 2026 in seine fünfte Ausschreibungsrunde und setzt damit ein klares kulturpolitisches Signal: Tanz wird als gesellschaftlich wirksame, exzellente Kunstform weiter gestärkt. Vom 5. November 2026 bis zum 5. April 2027 können Künstler*innen, Ensembles, Produktionsstrukturen und Netzwerke Fördermittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro beantragen. Zur Pressemitteilung.
Ausschreibungsstart: 5. November 2026
Antragsdeadline: 5. April 2027, 18:00 Uhr
Frühestmöglicher Projektstart: 1. Juli 2027
Projektende: 30. Juni 2030
Mehr unter https://www.tanzpakt.de/home
2.4.3. Mikroförderung für Engagement und Ehrenamt
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) fördert mit ihrem Mikroförderprogramm „Ehrenamt gewinnen. Engagement binden. Zivilgesellschaft stärken.“ erneut Projekte zur Unterstützung freiwilligen Engagements, insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Gefördert werden Vorhaben jenseits des Regelbetriebs, etwa zur Gewinnung und Qualifizierung Engagierter, zur Anerkennung freiwilliger Arbeit oder zur Organisationsentwicklung.
Mehr unter https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/mikrofoerderprogramm/#informationen
2.4.4. Förderung für deutsch-polnische Kunst- und Kulturprojekte
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert polnische Kunst und Kultur in Deutschland.
Antragsberechtigt sind in Deutschland ansässige gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts, juristische Personen des öffentlichen Rechts, kommunale Gebietskörperschaften und gemeinnützige kirchliche Träger.
Weitere Voraussetzungen: Sie müssen Ihr Projekt mit Eigenmitteln, Mitteln aus Ländern und Kommunen und/oder Spenden von Dritten mitfinanzieren. Des Weiteren haben Sie mit Ihrem Vorhaben noch nicht begonnen. Wenn Sie den Antrag stellen, müssen Sie auch die Person sein, die das Projekt durchführt.
2.4.5. Musikfonds: große Projektförderung
Anträge für Projekte mit Antragssummen zwischen 3.001 und max. 50.000 Euro können zu zwei festgelegten Fristen im Jahr eingereicht werden.
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Förderung sind die künstlerisch-musikalische Qualität und die Innovationskraft des Projekts.
Unabhängig vom musikalischen Genre stehen avantgardistische Konzepte im Fokus der Förderung. Mainstream kann beim Musikfonds nicht gefördert werden.
Die Förderprogramme des Musikfonds richten sich an professionelle in Deutschland ansässige Musiker: innen, Komponist: innen und Klangkünstler: innen. Internationale Kooperationen sind möglich.
Mehr unter https://www.musikfonds.de/foerderprogramme#teamMember-id-1004007187
2.4.6. Initiative Musik: Projektförderung
Mit der Projektförderung unterstützt die inm die freie zeitgenössische Musikszene Berlins und trägt dazu bei, Berlin als internationales Zentrum zeitgenössischer Musik zu erhalten und zu stärken. Eine unabhängige Jury, die für jeweils zwei Jahre von der Mitgliedschaft der inm gewählt wird, beschließt vorbehaltlich der Entscheidung zum jeweiligen Haushaltsplan des Landes Berlin die Mittelverteilung zur Projektförderung.
Mehr unter https://www.inm-berlin.de/foerderung
2.4.7. Deutscher Cartoonpreis 2026
Der Lappan Verlag in der Carlsen Verlag GmbH und die Frankfurter Buchmesse laden zur Teilnahme am Deutschen Cartoonpreis ein. Gesucht werden die besten Cartoons, die seit November 2025 entstanden sind. Der Wettbewerb steht unter dem Motto „Beste Bilder – Die Cartoons des Jahres 2026“.
Neu zum 20. Jubiläum des Deutschen Cartoonpreises:
Zusätzlich vergeben wir einen Förderpreis „Neuentdeckung des Jahres“.
Mit dem Förderpreis, der mit 1000 € dotiert ist, zeichnen wir eine Cartoonistin/einen Cartoonisten aus, die/der als neue Stimme besonders überzeugt – und zugleich noch am Anfang der überregionalen Sichtbarkeit steht.
Bewerbung
Cartoonistinnen und Cartoonisten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind aufgerufen, ihre Arbeiten bis spätestens Donnerstag, den 03.09.2026, 17 Uhr einzureichen. Die besten Cartoons werden nicht nur mit attraktiven Geldpreisen ausgezeichnet, sondern finden auch Eingang in das gleichnamige Buch „Beste Bilder 17 – Die Cartoons des Jahres 2026“, das am 29. Oktober 2026 erscheint und vorab auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wird.
Mehr unter https://www.carlsen.de/lappan/deutscher-cartoonpreis
2.4.8. Projektförderung: Deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützt Projekte zur Erforschung und Bewahrung des kulturellen Erbes der Deutschen im östlichen Europa. Entsprechende Projektanträge zur Erforschung und Vermittlung deutscher Kultur und Geschichte sollen auch Themen wie Flucht, Vertreibung, Migration und Integration berücksichtigen.
Sparte „Wissenschaft”
In der Sparte „Wissenschaft” werden Vorhaben insbesondere aus den Fächern Geschichte und Politik, Literatur- und Sprachgeschichte, Kunst- und Musikgeschichte sowie Europäische Ethnologie gefördert, die in thematischer und methodischer Hinsicht den aktuellen wissenschaftlichen Standards und dem internationalen Forschungsdiskurs entsprechen. Die Förderung des akademischen Nachwuchses, internationale Kooperationen, Interdisziplinarität und Öffentlichkeitswirksamkeit werden begrüßt.
Sparte „Kulturelle Vermittlung”
In der Sparte „Kulturelle Vermittlung” werden Projekte insbesondere aus den Bereichen Bildung, Kunst, Literatur, Theater, Musik und Tanz gefördert, die der Pflege und Weitergabe des historischen und landeskundlichen Wissens durch kulturelle Begegnungen und Veranstaltungen im In- und Ausland dienen.
Antragsberechtigt sind ausschließlich juristische Personen des öffentlichen Rechts oder des Privatrechts (z. B. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, eingetragene Vereine, Stiftungen).
Mehr unter https://www.bkge.de/foerderungen/bkm-projektfoerderung
2.4.9. Musikfonds: Kleine Projektförderung
Seit 2024 wird mit der kleinen Projektförderung ein Fokus auf Projekte im ländlichen Raum und in strukturschwachen Regionen gelegt. Anträge für Projekte die in größeren Städten – resp. Metropolregionen – geplant sind, werden nur noch in Ausnahmefällen gefördert und haben entsprechend geringe Chancen auf Förderung. Ab dem Jahr 2026 wird mit der kleinen Projektförderung auch die Umsetzung von Projekten im öffentlichen Raum unterstützt.
Für Projekte, deren Gesamtkosten 10.000 Euro nicht überschreiten, können Anträge mit einer Fördersumme bis zu max. 3.000 Euro gestellt werden.
Diese Anträge können abhängig vom geplanten Projektbeginn zu vier geplanten Fristen im Jahr 2026 kurzfristig eingereicht werden.
Über die Förderung dieser Anträge entscheidet die Geschäftsführerin des Musikfonds zusammen mit eine:r Vertreter: in des Kuratoriums.
Pro Jahr können maximal 50 Anträge à 3.000 Euro bewilligt werden.
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Förderung sind die künstlerisch-musikalische Qualität und die Innovationskraft des Projekts.
Unabhängig vom musikalischen Genre stehen avantgardistische Konzepte im Fokus der Förderung. Mainstream kann beim Musikfonds nicht gefördert werden.
Die Förderprogramme des Musikfonds richten sich an professionelle in Deutschland ansässige Musiker: innen, Komponist: innen und Klangkünstler: innen. Internationale Kooperationen sind möglich.
Antragsteller: innen, die einen Antrag auf Förderung beim Musikfonds stellen wollen, müssen grundlegende formale sowie musikalische Anforderungen erfüllen.
2.4.10. Wettbewerb “EMPerformance 2026”
Der Wettbewerb „EMPerformance” möchte KünstlerInnen der Elementaren Musikpädagogik ein professionelles Podium bieten, eigenständig entwickelte performative Bühnenkonzepte zu präsentieren, die vokale, instrumentale, tänzerische und szenische Ausdrucksformen verbinden und Interaktion und Improvisation als künstlerisches Mittel nutzen.
Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative, experimentelle und ästhetisch anspruchsvolle Konzertformate zu fördern und die künstlerische Vielfalt der Elementaren Musikpädagogik für ein breites Publikum sichtbar zu machen.
„EMPerformance” findet alle zwei Jahre mit wechselnden thematischen Schwerpunkten statt. Der aktuelle Wettbewerb 2026 sucht künstlerische Konzepte und Performances, die speziell für ein junges Publikum im Alter von 5-10 Jahren entwickelt wurden und das Kinderkonzert als performative Kunstform der Elementaren Musikpädagogik in den Fokus rückt:
Der Wettbewerb richtet sich an freie KünstlerInnen der Elementaren Musikpädagogik, Studierende und AbsolventInnen von EMP-Studiengängen und interdisziplinäre Ensembles (Musik, Tanz, Performance, Theater) mit erkennbarem EMP-Bezug.
Mehr unter https://www.emperformance.de/
2.4.11. “Verbändeförderung – Zuschüsse für Projekte”
Das Umweltbundesamt fördert über die Verbändeförderung Projekte von Vereinen, Initiativen und Organisationen im Umwelt- und Naturschutzbereich. Unterstützt werden u.a. Bildungs-, Beratungs- und Vernetzungsprojekte mit bundesweiter Relevanz oder Modellcharakter. Die Förderung beträgt bis zu 150.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten.
2.4.12. Kulturstiftung des Bundes – Allgemeine Projektförderung
Mehr unter https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/foerderung/allgemeine_projektfoerderung.html
2.4.13. Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte: Förderaufruf 2027/2028
Das zentrale Anliegen der Stiftung ist es, deutschlandweit Menschen zur Auseinandersetzung mit der deutschen Demokratiegeschichte und ihren Orten anzuregen. Sie wollen historische Ereignisse der deutschen Demokratiegeschichte erlebbar machen, neue Zielgruppen erschließen und die Auseinandersetzung mit der Geschichte unserer Demokratie fördern – sowohl vor Ort als auch im digitalen Raum. Daher fördern sie Projekte, die dieses Ziel verfolgen.
Mehr unter https://www.demokratie-geschichte.de/foerderung-beantragen/
2.4.14. Initiative Musik: Künstler*innenförderung
Die Künstler:innenförderung der Initiative Musik richtet sich an Solokünstler:innen und Bands und Autor:innen, die auf dem deutschen und internationalen Musikmarkt Fuß fassen wollen. Mögliche Fördergegenstände sind Komposition und Konzeption, Produktion und Aufnahme, Tonträgerherstellung, Videos und Contentproduktion, Promotion und Marketing und Tour.
Über die eingereichten Projektanträge wird von einer vielseitigen Jury von zwölf Künstler:innen und Persönlichkeiten aus der Musikwirtschaft entschieden. Die Ernennung der Jurymitglieder erfolgt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Gesellschafter der Initiative Musik.
2.4.15. Wettbewerb “Peter-Härtling-Preis”
Beltz & Gelberg schreibt den “Peter-Härtling-Preis” für Kinder- und Jugendliteratur aus. Gesucht werden Manuskripte für ein Kinder- oder Jugendbuch in deutscher Sprache, das sich an Leserinnen im Alter von 8 bis 15 Jahren richtet. Eingereicht werden können ausschließlich realistische Prosatexte. Antragsberechtigt sind Autorinnen mit unveröffentlichten Texten in deutscher Sprache. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und beinhaltet eine Veröffentlichung.
Mehr unter https://beltz.de/kinder-und-jugendbuecher/themenwelten/peter-haertling-preis/
2.4.16. Neuer EU-Preis: Simone Veil Prize
Die EU hat einen neuen Preis gelauncht, auf den sich auch Personen und Organisationen aus Deutschland bewerben können. Es werden fünf Preise à 10.000 Euro vergeben. Der Preis wir einmal jährlich vergeben.
Der von „Kreatives Europa“ unterstützte Preis würdigt Projekte und Initiativen – von lokalen Gemeinschaften bis hin zu grenzüberschreitenden Kooperationen –, die sich mit dem jüdischen Kulturerbe auseinandersetzten, um den Dialog und die Inklusion zu fördern, ein tieferes Wissen und Verständnis der europäischen Geschichte zu vermitteln, das Bewusstsein für kulturelle Vielfalt zu schärfen und das gemeinsame Gefühl einer europäischen kulturellen Identität zu stärken. Der Preis ist nach Simone Veil (1927-2017), benannt, jüdische Holocaust-Überlebende und erste Präsidentin des Europäischen Parlaments.
Mehr unter https://simoneveilprize.eu/
2.4.17. Kunstausstellung „Neurodiversität im Dialog“
Das Ausstellungsprojekt „Neurodiversität im Dialog“ widmet sich der Sichtbarmachung und Stärkung neurodivergenter Stimmen. Ziel ist es, durch künstlerische Arbeiten Bewusstsein für Vielfalt zu schaffen, Stärken hervorzuheben und gesellschaftliche Barrieren aufzuzeigen.
Für eine Ausstellung im September 2026 im VielRespektZentrum in Essen werden Künstler*innen aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Film, Design, Grafik, Musik und Poesie, die sich in ihrer Arbeit mit dem Thema Neurodiversität befassen, eingeladen, sich mit 1-3 Werken zu bewerben.
Das Ausstellungsprojekt wird unter anderem durch die Gleichstellung der Folkwang Universität der Künste und dem VielRespektZentrum begleitet und beworben. Begleitend zur Ausstellung erfolgt eine aktive Öffentlichkeitsarbeit über digitale Kanäle, Presseformate und Netzwerke im Kunst- und Kulturbereich.
Die Ausstellung bietet Künstler*innen die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren. Zudem ist eine Publikation mit ausgewählten Beiträgen geplant.
Mehr unter https://drive.google.com/file/d/1aVumYopnea9HqIh_5qk6bAFWJ_m0-SRn/view
2.4.18. Förderung der Amadeu Antonio Stiftung
Die Amadeu Antonio Stiftung fördert bundesweit zivilgesellschaftliche Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus sowie Antisemitismus engagieren und demokratische Werte stärken. Besonders unterstützt werden Initiativen aus ländlichen oder strukturschwachen Regionen, die konkrete Maßnahmen für ein solidarisches Miteinander entwickeln.
Der Gegenwind-Förderfonds unterstützt Projekte in strukturschwachen Regionen in Ostdeutschland, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Ebenso sind Initiativen in ländlichen Räumen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland eingeladen, sich zu bewerben.
Mehr unter https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/projektfoerderung/
2.4.19. Stiftung Deutsches Hilfswerk Sonderpreises 2026 der Unionhilfswerk-Förderstiftung für junge Schreibende
Gemeinsam mehr Wir – neue Wege aus der Einsamkeit.
Das Crazy?!
Einsam sein, obwohl man ständig online ist? Viele Menschen kennen dieses Gefühl – junge genauso wie alte. Einsamkeit ist kein Randthema, sondern betrifft unsere Gesellschaft mitten im Alltag.
Aber: Es tut sich was. Neue Ideen, Projekte und Begegnungen zeigen, dass Einsamkeit kein Dauerzustand bleiben muss.
Der Sonderpreis des Richard-von-Weizsäcker-Journalistenpreises 2026 richtet sich an junge Schreibende, Schülerinnen und Nachwuchsautorinnen zwischen 15 und 20 Jahren, die Lust haben, sich schreibend mit dem Thema Einsamkeit auseinanderzusetzen – ehrlich, kreativ und aus ihrer eigenen Perspektive.
Gesucht werden Texte, die zeigen:
Wo begegnet Dir Einsamkeit in deinem Umfeld, in der Schule, online oder im echten Leben?
Welche Wege aus der Einsamkeit hast Du selbst erlebt oder beobachtet?
Welche Projekte, Menschen oder Ideen machen Mut und zeigen: Gemeinsam geht mehr?
2.4.20. Regelmäßige Förderung
An der Stelle weisen wir auf Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene (Rheinland-Pfalz), von Fonds und Stiftungen etc., mit wiederkehrenden, jährlichen Bewerbungsfristen oder Möglichkeit der laufenden Bewerbung hin.
Mehr unter https://kulturbuero-rlp.de/service/ausschreibungen-wettbewerbe-foerderung
3. Europa und die Welt
3.1. JUGEND erinnert international: exchanges
Sie wollen jungen Menschen aus Europa einen Austausch ermöglichen? Sie gestalten Begegnungen so, dass sie junge Leute in ihrer Lebenswelt abholen? Sie möchten ihnen NS-Geschichte am authentischen Ort näherbringen, wo sie diese mit allen Sinnen wahrnehmen können? Sie finden es wichtig, dass junge Menschen Selbstwirksamkeit erfahren und in ihren Handlungskompetenzen gestärkt werden?
Gefördert werden Austauschprojekte, die junge Menschen nicht nur informieren, sondern aktivieren: durch forschendes Lernen, partizipative Formate und kreative Zugänge, die lebensweltliche Bezüge zur Gegenwart herstellen. Besonders angesprochen sind Projekte mit Young Professionals und Nicht-Akademiker*innen in Ausbildung sowie Nachfahren und Angehörige von NS-Verfolgtengruppen. Bewerbungsfrist ist der 05. Juli 2026.
3.2. FUTURA C startet grenzüberschreitende Workshopreihe für nachhaltige und inklusive Kulturveranstaltungen
Workshops am 3. Juli 2026 in Wissembourg (Frankreich) und am 13. November 2026 in Mannheim (Deutschland). Wie können Kulturveranstaltungen nachhaltiger, inklusiver und zukunftsfähiger gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das europäische Projekt FUTURA C.
Die grenzüberschreitende Initiative bringt Kulturschaffende, Veranstalter/innen und Kulturinstitutionen aus Frankreich, Deutschland und weiteren europäischen Ländern zusammen, um neue Wege für eine verantwortungsvolle Veranstaltungskultur zu entwickeln. Im Rahmen von FUTURA C nehmen die Teilnehmenden an einem Workshop-Paar teil: Ein Termin findet in Frankreich, der zweite in Deutschland statt. Die beiden Workshops ergänzen sich thematisch und verbinden die Schwerpunkte Nachhaltigkeit und Inklusion. Die Anmeldung gilt jeweils für beide Termine. Insgesamt finden drei Workshoppaare statt.
Mehr unter https://futura-c.eu/
4. Literaturtipps
4.1. Programmdokumentation veröffentlicht Choreografien des Miteinanders: Tanz, Theater, Performance
Die Dokumentation bietet Einblicke in eine Auswahl der umgesetzten Projekte und präsentiert Zahlen und Fakten des Programms „tanz + theater machen stark“ in den Jahren 2023 und 2024. Weitere Inhalte sind Einblicke aus der Juryarbeit und dem Fachtag 2024 sowie der Fachbeitrag „Kunst macht stark. Plädoyer für eine Pädagogik der Grenzerkundung“ von Dorothea Hilliger.
Mehr unter https://darstellende-kuenste.de/sites/default/files/2026-06/Webdatei_TTMS_Dokumenation_Kurz.pdf
4.2. Ankündigung Politik & Kultur 7-8/26
Nächste Woche wird die Ausgabe für Juli und August der Zeitung Politik & Kultur gedruckt! Passend zur Festival- und Open-Air-Saison widmet sich die Sommerausgabe dem Schwerpunkt „Livekultur“.
Livekultur prägt unsere Kulturlandschaft und schafft wichtige Räume für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe.
Im Schwerpunkt von Politik & Kultur beleuchten zahlreiche Autorinnen und Autoren die vielfältigen Facetten der Livekultur: von der Entwicklung der Konzert- und Festivalbranche über die Bedeutung von Clubs und Fankultur bis hin zu Fragen von Sicherheit, Diversität und Zukunftsperspektiven.
Die Juli-August-Ausgabe von Politik & Kultur ist ab dem 1. Juli 2026 online auf https://politikkultur.de/archiv/ausgaben/
4.3. Wie Kunst und Kultur Gesundheit fördern können: CultureForHealth Report
Der CultureForHealth Report bündelt aktuelle Forschung zur Wirkung künstlerischer und kultureller Aktivitäten auf Gesundheit und Wohlbefinden und leitet daraus politische Handlungsempfehlungen für die EU ab. Entstanden im Rahmen des europäischen Projekts CultureForHealth, schließt die Studie wichtige Wissenslücken und zeigt, was es braucht, damit kulturelle Ansätze nachhaltig in der Gesundheitspolitik verankert werden.
Mehr unter https://www.cultureforhealth.eu/app/uploads/2023/02/Final_C4H_FullReport_small.pdf
Impressum
veröffentlicht: 23.04.2026 – Impressum
Kulturbüro Rheinland-Pfalz
in Trägerschaft von Soziokultur & Kulturelle Bildung RLP e.V.
Stellv. Geschäftsführerin
Britta Lins
C.-S.-Schmidt-Str. 9
56112 Lahnstein
Tel. 02621/ 62 31 5-0
info@kulturbuero-rlp.de
Kulturbüro: https://kulturbuero-rlp.de
Kultur & Management: https://kulturseminare.de
Soziokultur & Kulturelle Bildung RLP e.V.: https://lag-sozkul.de
Servicestelle Kulturelle Bildung: https://www.skubi.com
Freiwilligendienste: https://www.freiwillig-rlp.de
P.S. Einige Ausschreibungen übernommen von „JISSA – JugendInfoService Sachsen-Anhalt“ und vom Bergisch Gladbacher Kultur-Ticker. Vielen Dank
Hier geht es zu unserer Datenschutzerklärung: https://kulturbuero-rlp.de/datenschutz