Kategorie: freie-Szene-news
Regisseure und Dirigenten sind nach § 4 Nr. 20 UStG von der Umsatzsteuer nicht befreit
Die Leistungen von (Theater-)Regisseuren und Dirigenten sind nicht mit denen der Theater, Orchester, Kammermusikensembles und Chöre vergleichbar und deshalb – auch unter Berücksichtigung des EuGH-Urteils vom 23.10.2003 (Rs C-235/00) – nicht nach § 4 Nr. 20 Buchst. a Satz 2 UStG von der Umsatzsteuer befreit. Nach § 4 Abs. 20 des Umsatzsteuergesetzes sind die Umsätze von Theatern, Orchestern, Kammermusikensembles, Chören, Museen und weiterer Einrichtungen der öffentlichen Hand umsatzsteuerbefreit. Das gleiche gilt für die Umsätze gleichartiger Einrichtungen anderer Unternehmer, wenn die zuständige Landesbehörde bescheinigt, dass sie die gleichen kulturellen Aufgaben erfüllen. FinMin Niedersachsen – 5.02.2004 – S 7177 – 54 –…
Vereinsrecht III:
Nach der Änderung des § 58 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO) vom 20.12.2000 konnte die Beschaffung von Mitteln durch eine steuerbegünstigte Körperschaft, insbesondere durch Fördervereine, nur noch steuerbegünstigt sein, wenn die Körperschaft, für die die Mittel beschafft wurden (z. B. Kindertagesstätten, Theater, Museen), selbst steuerbegünstigt waren. Voraussetzung hierfür war es vor allem, dass sich aus einer Satzung die Gemeinnützigkeit der geförderten Einrichtung ergab. Die Übergangsfrist, bis zu deren Ablauf die entsprechenden Satzungen aufgestellt und die Gemeinnützigkeit anerkannt werden musste, wurde zuletzt bis zum 31. Dezember 2004 verlängert. Der deutsche Bundesrat hat nun auf Grund einer gemeinsamen Länderinitiative unter Federführung von…
Vereinsrecht II:
Hat ein Verein mit seinen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben bzw. der Vermögensverwaltung insgesamt einen Verlust, so darf dieser grundsätzlich nicht durch Vermögen, das der gemeinnützigen Zweckbindung unterliegt, ausgeglichen werden. Der Ausgleich von Verlusten mit ideellen Mitteln (vor allem Beiträge, Spenden, Zuschüsse, Einkünfte aus Vermögensverwaltung und Zweckbetrieben) ist aber unschädlich, wenn – der Verlust auf einer Fehlkalkulation beruht, – der Verein innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Wirtschaftsjahrs, in dem der Verlust entstanden ist, dem ideellen Tätigkeitsbereich wieder Mittel in entsprechender Höhe zuführt und der Verlustausgleich nicht aus ideellen Mittel erfolgt, sondern aus nicht steuerlich abzugsfähigen Umlagen (keine Spenden!) oder aus…
Vereinsrecht I:
Nachdem die 10%-Regelung für die Werbung neuer Mitglieder (AEAO zu § 55 Nr. 22) in 2003 gestrichen wurde, gilt auch für die Mitgliederwerbung nur noch der allgemeine Höchstbetrag von insgesamt 50% für alle Verwaltungsausgaben. Die Kosten für die Mitgliederwerbung dürfen also zusammen mit den anderen Verwaltungsausgaben insgesamt nicht über 50% der Einnahmen liegen. Für die Mitgliederwerbung in Vereinen bedeutet das eine Verbesserung, da im Rahmen der gesamten Verwaltungskosten mehr Mittel dafür abgestellt werden können. OFD Magdeburg – 15.04.2004 S 0174 – 16 – St 217 Volltext im Pay-Bereich unter: www.vereinsknowhow.de/rechtspr/steuer/abo/0558.htm (aus Nonprofit-Management-Newsletter – Ausgabe 18/2004)
Förderung IV:
Im Rahmen des INTERREG III A Rahmenprogramms "Begegnungen am Oberrhein II" zur Förderung von grenzüberschreitenden Bürgerprojekten können Projekte aus den Bereichen Kultur, Sport, Freizeit, Jugend, Musik, Umwelt, Medien und Kommunikation usw. bis zu einer Höhe von 15.000 EUR gefördert werden, die 1. die Begegnungen und den direkten Austausch zwischen Bürgern fördern 2. im Oberrheinraum durchgeführt werden 3. Partner aus mindestens 2 Ländern zusammenbringen 4. bereits über eine Eigenfinanzierung von mindestens 50 % verfügen 5. einen innovativen Charakter haben. Das Programm läuft ab 2004. Die Projekte müssen bis 15.11.2006 beendet sein. Nähere Informationen und Antragstellung erfolgt bei der Region Alsace, Direction…
Förderung III:
Jungen Menschen frühzeitig eine kreative Begegnung und Auseinandersetzung mit Musik, Kunst und anderen Kulturformen zu ermöglichen, ist Ziel der Stiftung, die PricewalterhouseCoopers ins Leben gerufen hat. Verantwortung in unserer Gesellschaft zu übernehmen, setzt Wissen um Kultur und Tradition, um soziale Werte und ein fundiertes eigenes Urteilsvermögen voraus. Junge Leute aus allen sozialen Schichten hierzu zu befähigen, verlangt eine breite Begegnung mit allen kulturellen Phänomenen unserer Zeit. Die PwC-Stiftung fördert Projekte und Initiativen, die dieses Ziel überzeugend unterstützen. Hierzu zählen besonders jene Vorhaben, die sich durch ihren innovativen, breit angelegten und konzeptionell durchdachten Charakter auszeichnen. Förderungswürdig sind sowohl bereits laufende als…
Förderung II:
Die fünfte und größte Erweiterung der EU ist erfolgreich abgeschlossen, Verhandlungen mit weiteren Ländern laufen. Im Rahmen der Mitteilungsstrategie der Europäischen Kommission zur Erweiterung ist vorgesehen, diesen Prozess den europäischen Staatsbürgern zu erklären, um eine größtmögliche Akzeptanz zu erreichen. Im Rahmen des PRINCE Programms beläuft sich das in 2004 hierfür zur Verfügung gestellte Gesamtbudget auf EUR 14 Millionen, wobei Beihilfen von EUR 100.000 bis zu EUR 500.000 pro Projekt gewährt werden. Im Vergleich zu vorherigen Ausschreibungen stellen sich die Hauptmerkmale wie folgt dar: – es ist die erste Ausschreibung, die alle 25 Mitgliedstaaten der erweiterten Union betrifft; – sie steht…
Förderung I:
Herausragende, europarelevante Kooperationsprojekte mit möglichst hoher Bürgerbeteiligung aus den Bereichen – bildende und darstellende Kunst, – Erhalt des kulturellen Erbes und – Buch, Lesen, Übersetzung können sich bewerben. Eine inhaltliche Schwerpunktsetzung auf eine Kultursparte gibt es in diesem Jahr nicht. Teilnahmeberechtigt sind wie bisher die Mitglieds- und Wirtschaftsraumstaaten sowie die Beitrittskandidaten Bulgarien und Rumänien. Inzwischen wurden auch mit der Türkei Assoziierungsverhandlungen hinsichtlich des Programms KULTUR 2000 begonnen. Bis zu deren Ratifizierung empfiehlt der CCP Deutschland aus praktischen Gründen, Partnerorganisationen aus der Türkei als "assoziierte Partner" zu beteiligen. Über den Fortgang der Verhandlungen wird berichtet. Einsendeschluss: – für einjährige Kooperationsprojekte (mind.…
Kahlschlagpolitik in Niedersachsen
Die erklärte Absicht des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, die von seinem Ressort einzusparenden Mittel in Höhe von 8 Millionen Euro einseitig bei der Freien Kulturarbeit (Soziokulturelle Einrichtungen, Freie Theater etc.) zu kürzen und deren projektbezogene Förderung dadurch faktisch auf Null zu setzen, wird von der bundesweiten Kulturpolitischen Gesellschaft scharf kritisiert. In einem Brief an Kulturminister Stratmann warnte ihr Präsident, der Essener Kulturdezernent Dr. Oliver Scheytt, diesen vor den katastrophalen politischen Folgen dieser Entscheidung für das kulturpolitische Klima in Deutschland. »Es kann nicht sein«, erläutert Scheytt in seinem Brief an den Minister, »dass wir uns jetzt schon Jahrzehnte lang…
Literaturtipp: „Fundraising in der Soziokultur“
Der Autor Norman Peplow definiert die Begriffe Soziokultur und Fundraising, er untersucht soziokulturelle Finanzierungsquellen und Fundraisingmärkte, und er stellt schließlich dar, dass Fundraising in der Soziokultur nur dann funktionieren kann, wenn beide Seiten sowohl geben als auch nehmen. Das Buch (A5, 94 Seiten) kann zum Preis von 9,50 EUR über die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, Lehrter Straße 27 – 30, 10557 Berlin, Telefon 030-3974459/0 bezogen werden. Infos und online-Bestellung auch unter www.soziokultur.de unter Wissen – Arbeitshilfen.