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Newsletter Test

Newsletter Freie Szene Rheinland-Pfalz Nr.260, April 2026

1. Rheinland-Pfalz

1.1. Kleinprojektefonds grenzüberschr. Kulturvorhaben Fördergebiet Bitburg-Prüm/Vulkaneifel

Im Rahmen des grenzüberschreitenden EU-Förderprogramms Interreg Maas-Rhein unterstützt der Kleinprojektefonds grenzüberschreitende und bürgernahe Projekte. Das Ziel dieser geförderten Projekte ist es, das Bewusstsein für die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg zu verbessern und das (Er)leben (in) der Grenzregion zu stärken sowie die Lebensqualität der Einwohner und Einwohnerinnen zu steigern.

Mehr unter https://kulturland.rlp.de/aktuelles/detail/kleinprojektefonds-fuer-grenzueberschreitende-kulturvorhaben-im-foerdergebiet-bitburg-pruem-und-vulkaneifel

1.2. Recht verständlich. Juristische Hilfe für Vereine in Rheinland-Pfalz

Spendenquittung rechtssicher ausstellen, Versicherungen richtig wählen, Satzung gestalten & Ehrenamtsvergütung umsetzen – ihr fragt, wir geben praxisnahe Antworten zu Rechtsfragen aus dem Vereinsalltag. Auf der Konferenz „Recht verständlich“ am 9. Mai in Ludwigshafen gibt es sechs praxisnahe Workshops, Austausch und individuelle Beratung.

Anmeldung und mehr Informationen unter https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/juristische-beratung/recht-verstandlich-juristische-hilfe-fur-vereine-rlp/

2. Deutschland

2.1. Politik, Finanzen, Recht

2.1.1. Kulturinstitutionen warnen vor nationalistisch ausgerichteter Kulturpolitik in Sachsen-Anhalt

Die AfD Sachsen-Anhalt kündigt für den Fall einer Regierungsübernahme eine „neue patriotische Kulturpolitik“ an. Die Kulturstiftungen und weitere Kulturinstitutionen des Landes sehen darin den Versuch, historisches Erinnern, Kunst und kulturelle Vielfalt an nationalistischen Leitbildern und Identitätsvorgaben auszurichten. Sie warnen vor einer Entwicklung, die die Freiheit der Kunst, die Offenheit kultureller Institutionen und die demokratisch verankerte Erinnerungskultur grundlegend in Frage stellt.
Das am Wochenende verabschiedete „Regierungsprogramm“ kündigt u.a. eine „patriotische Wende“ in der Kulturpolitik an. Es verschiebt den Kulturbegriff grundlegend: Kultur wird nicht mehr als offener, pluraler Raum verstanden, sondern verengt sich deutlich. Sie wird Instrument zur Herstellung einer parteipolitisch definierten kollektiven Identität. Kultur erscheint in diesem Fall als Ausdruck einer ethnisch homogenen Volksgemeinschaft, deren angebliche „Identitätsstörung“ durch eine „selbstbewusste deutsche Identität“ überwunden werden soll.
In dieser Ausrichtung treten Elemente einer völkisch-nationalistischen Kulturauffassung deutlich hervor.

Mehr unter https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_16_gemeinsame_stellungnahme_der_kulturinstitutionen.pdf

2.1.2. Bundeswettbewerb Rauskommen 2026 – Bis zum 01.06.2026 bewerben!

Erstmals in 2010 ausgeschrieben, hat der bundesweite Wettbewerb »Rauskommen!« zahlreiche bewegende und bewegliche künstlerische Projekte und Angebote sichtbar gemacht, die die besonderen gestalterischen Talente von Kindern und Jugendlichen gezeigt haben. Der Titel des Wettbewerbs ist auch in diesem Jahr Programm: Gesucht sind die spannendsten laufenden oder vor kurzem abgeschlossenen Aktivitäten von Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen, die in besonderer Weise:

die Grenzen einer Einrichtung überschreiten, indem sie mobil, vielfältig vernetzt oder dezentral neuen Zielgruppen künstlerische Gestaltung ermöglichen | Zugangsbarrieren senken

Kinder und/oder Jugendliche in die Ideenfindung, Organisation und Umsetzung einbinden und ihre Gestaltungskompetenz sichtbar machen | Partizipation und Sichtbarkeit

eine Anknüpfung an Kinder- und Jugendkulturen und damit an das informelle Lernen schaffen | Jugendkultur und digitale Kommunikation

übertragbare Elemente für andere Einrichtungen enthalten, die es dauerhaft ermöglichen, professionelle kulturelle Bildung offen und tatsächlich zugänglich zu gestalten | Transferideen

Ob fahrbares Atelier, das Familienkunstprojekt im Viertel, die Tanz- und Soundperformance im verpönten Stadtteil oder die zielgruppentaugliche Vernetzung zwischen Jugendhilfe-, Kultur- oder Bildungseinrichtung in den Künsten: Ziel ist die Zugänglichkeit künstlerisch-kultureller Bildung.

Mehr unter https://bjke.de/ausschreibung-2026.html

2.1.3. Bündnis für Gemeinnützigkeit veröffentlicht Positionspapier zur Modernisierung des Gemeinnützigkeits- und Steuerrechts

Das Positionspapier ist im Rahmen der am 28. und 29. Januar 2026 stattgefundenen Klausurtagung entstanden, auf welcher die Modernisierung des Gemeinnützigkeits- und Steuerrechts Fokusthema war. Das Papier umfasst einen Forderungskatalog mit insgesamt 23 Einzelpunkten einschließlich Aufschlägen zum gemeinnützigen Journalismus und zur Zulässigkeit politischer Betätigung und ein ergänzendes Policy Paper mit umfassender politischer Einordnung und Einbettung des Forderungskatalogs. Das Bündnis für Gemeinnützigkeit ist ein Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen und setzt sich für verbesserte Rahmenbedingungen für die Zivilgesellschaft ein. Für das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ist BBE-Geschäftsführerin Dr. Lilian Schwalb im Beirat des Bündnisses für Gemeinnützigkeit vertreten.

Vorschläge zur Modernisierung des Gemeinnützigkeits- und Steuerrechts in der 21. Legislaturperiode – Teil 1 – Policy Paper (PDF)

Vorschläge zur Modernisierung des Gemeinnützigkeits- und Steuerrechts in der 21. Legislaturperiode – Teil 2 – Forderungsliste (PDF)

2.2. Termine, Tagungen, Weiterbildungen

29.4.2026 – 30.4.2026, Wolfenbüttel

Demokratiebildung – aber ästhetisch!? kubi-online Jahrestagung

8.5.2026, Bingen

Kickstart Kultur Rheinhessen– Beratung und Networking

9.5.2026, Ludwigshafen

D-S-E-E Konferenz Recht verständlich – Juristische Beratung für Vereine

20.5.2026, Koblenz

Veranstaltung „Wissen. Kompetenzen. Demokratie-Bildung. Future Skills für eine starke Gesellschaft“

20.5.2026 – 24.5.2026, Berlin

Jugendengagementkongress 2026

21.5.2026, bundesweit

Aktionstag 2026 Zusammenhalt in Vielfalt

11.6.2026 – 12.6.2026, Berlin

13. Kulturpolitischer Bundeskongress Wi(e)der die Wut. Kulturpolitische Netzwerke gegen Autoritarismus

12.6.2026 – 13.6.2026, Halle

„Streit & Zuversicht“ Zukunfts-Festival

18.6.2026 – 19.6.2026, Berlin

transform_D Summit 2026

26.6.2026 – 27.6.2026, Berlin

Time to Listen 2026 (Juni) Multispecies Creativity in Music and Sound

8.7.2026, Worms

Rheinhessen-Konferenz und 210. Geburtstag

14.9.2026 – 20.9.2026, Frankfurt

Internationale FrauenTheaterfestival (IFTF) Feministische Demokratie 10 Years of Staging the Future

24.9.2026 – 27.9.2026, Köln

11. Deutsches Kinder-Theater-Fest„Auf nach Utopia!“

7.10.2026 – 8.10.2026, Leipzig

Werkraum Zukunft 2026: Strukturen für Zusammenhalt

Tagungs- und Weiterbildungstermine

Einen Tagungskalender mit unzähligen Terminen finden Sie bei der Kulturpolitischen Gesellschaft unter https://kupoge.de/veranstaltungen
Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz bietet sein Seminare „Kultur & Management“ für 2023 mit zahlreichen Themen Bei den »Kultur & Management«-Seminaren geht es neben Soft Skills und Rhetorik schwerpunktmäßig um die Finanzierung kultureller Arbeit, Marketing und PR, Recht und Verwaltung. Mehr unter https://kulturseminare.de

2.3. Jobs

2.3.1. Stellv. Kurator:in (m/w/d)der Kunsthalle Trier (60% befristet)

Die Europäische Kunstakademie schreibt zum fünften Mal ein Programm für angehende
Kurator:innen in der Kunsthalle Trier aus. Während 18 Monaten erhalten Sie einen
umfassenden Einblick in die Praxis des Kuratierens. Das Programm dient der Qualifikation und bietet die Möglichkeit, eine ausgewiesene Referenz für die weitere berufliche Laufbahn zu erwerben. Das Kurator:innenprogramm sieht das Kuratieren des laufenden Ausstellungsprogramms der Kunsthalle Trier und die Planung und Umsetzung eines eigenständigen Ausstellungsprojekts vor. Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2026.
Mehr unter https://www.eka-trier.de/kontakt/jobs-und-dozentur/

2.3.2. Ausschreibung Vertriebsassistenz Beethovenfest (Bonn)

Für das Klassikfestival werden engagierte Unterstützer:innen im Bereich Ticketing gesucht. Wer Organisationstalent, Teamgeist und Interesse an Kultur mitbringt, kann Teil eines dynamischen Festivalteams werden und spannende Einblicke hinter die Kulissen erhalten. Jetzt Chance sichern und mitgestalten! Die Bewerbungen werden bis zum 06. Mai 2026 entgegengenommen.
Mehr unter https://www.beethovenfest.de/media/filer_public/85/d1/85d1ad5a-c39d-4f98-ad74-1f4780a36669/ausschreibung_assticketing_20260421.pdf

2.3.3. Verwaltungskraft (m/w/d) Kunstflotte Trier gUG (10 Wstd.) (Trier)

Die Kunstflotte Trier gUG ist eine gemeinnützige Organisation zur Vermittlung kultureller Bildungsangebote in der Stadt Trier. Als Schnittstelle zwischen Bildung und Kultur entwickeln, koordinieren und realisieren wir Projekte der kulturellen Bildung in enger Zusammenarbeit mit Schulen, Kulturschaffenden und weiteren Partner:innen.
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum 15.05.2026 eine engagierte Verwaltungskraft (m/w/d) im Umfang von 10 Wochenstunden.

Mehr unter https://kunstflotte.net/wp-content/uploads/2026/04/Stellenausschreibung.pdf

2.4. Ausschreibungen, Förderungen, Preise, Wettbewerbe

2.4.1. Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung (neue Fristen)

An dieser Stelle weisen wir auf die Ausschreibungsfristen zum Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ hin. Alle Programmpartner, bei denen man sich laufend bewerben kann, sehen Sie unter https://www.skubi.com/kultur-macht-stark/programmpartner

2.4.2. Regelmäßige Förderung

An der Stelle weisen wir auf Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene (Rheinland-Pfalz), von Fonds und Stiftungen etc., mit wiederkehrenden, jährlichen Bewerbungsfristen oder Möglichkeit der laufenden Bewerbung hin.

Mehr unter https://kulturbuero-rlp.de/service/ausschreibungen-wettbewerbe-foerderung

2.4.3. Förderaktion: Zeichen setzen!

Bewerbungsschluss: 31.12.2026

Ausgrenzung tut weh – und sie betrifft mehr junge Menschen als man denkt. Mit der neuen Förderaktion will Aktion Mensch junge Menschen befähigen, Ausgrenzung zu erkennen, sicher und selbstbewusst damit umzugehen und sich aktiv für ein respektvolles, inklusives Miteinander einzusetzen – in der Schule, in der Freizeit und in der digitalen Welt. Für mehr Respekt und Vielfalt.

Mehr unter https://www.aktion-mensch.de/foerderung/foerderprogramme/foerderaktion-zeichen-setzen?utm_medium=e-mail&utm_campaign=foerderung&utm_source=nl_fd_2025_10_01&utm_term=MailingID5199279_SendingID1302813

2.4.4. Initiative Musik: PlugIn geht in die nächste Runde

Bewerbungsschluss: 5.6.2026

PlugIn, das Förderprogramm für die Verbesserung der technischen Ausstattung von Musikclubs, geht in die 3. Runde. Von 18.5.2026 (13 Uhr) bis 5.6.2026 (13 Uhr) können Musikclubs mit einer Besucher:innenkapazität von maximal 2.000 unbestuhlten Plätzen erneut Anträge stellen. Gefördert werden Anschaffungen von neuen oder gebrauchten Technikgeräten, Einrichtungen von auftrittsrelevanten Elementen und Reparaturmaßnahmen mit einem Förderanteil von max. 15.000 Euro.

Insgesamt stehen dafür 700.000 Euro zur Verfügung. Förderungen werden im Windhundverfahren („first come, first served“) vergeben. Aufgrund des begrenzten Budgets und der großen Nachfrage in den beiden vorherigen Runden können in dieser Runde des Programms nur Spielstätten gefördert werden, welche bisher noch keine Förderung über PlugIn erhielten.

Mehr unter https://www.initiative-musik.de/livemusikfoerderung/#plugin

2.4.5. APPLAUS-AWARD: Start der Bewerbungsphase

Bewerbungsschluss: 21.5.2026

Von 23.4. – 21.5.2026 können Clubs und Veranstalter:innen aus ganz Deutschland wieder ihre Livemusikprogramme für den APPLAUS-Award 2026 einreichen. Ausgezeichnet werden herausragende Programme, Spielstätten als zentrale Orte der Livemusikkultur sowie besonderes Engagement in den Bereichen Awareness, Inklusion und Nachhaltigkeit. In sechs Kategorien winken Preisgelder von bis zu 40.000 Euro.
Für die Kategorien „Beste Livemusikprogramme“ und „Beste Livemusikspielstätten“ gilt erneut eine Fördermittelgrenze von 40 Prozent; bei Überschreitung ist eine Bewerbung nur für eine undotierte Auszeichnung möglich. Neu in diesem Jahr: Wer in den letzten drei Jahren in Folge ausgezeichnet wurde, ist von der Teilnahme ausgeschlossen. Zudem gilt für regionale Veranstalter:innen eine Open-Air-Quote von maximal 50 Prozent, während für Livemusikspielstätten keine Quote mehr besteht. Alle Details findet ihr in den Teilnahmebedingungen und FAQs.

Mehr unter https://applaus-award.de/

2.4.6. Open Call: Jubiläumsausgabe des IF*TF 2026 zu Feministischer Demokratie

Bewerbungsschluss: 15.5.2026

Das nächste Internationale FrauenTheater Festival findet vom 14.–20.09.2026 in Frankfurt statt und feiert in diesem Jahr zehn Jahre intersektional-feministisches Empowerment, Sichtbarkeit und strukturelle Veränderung. Unter dem Motto „FEMINISTISCHE DEMOKRATIE: 10 Jahre die Zukunft des Theaters inszenieren“ wurde jetzt ein Open Call ausgeschrieben, bei dem Künstlerinnen aus den Bereichen Theater, Performance, Tanz, öffentlicher Raum, Workshops, Musik, Video, bildende Kunst sowie Beiträge für das Symposium gesucht werden. Leitfragen können sein: Welche ästhetischen, performativen oder kollaborativen Methoden entwickeln Künstler*innen, um demokratische, feministische und antikoloniale Arbeitsprozesse zu gestalten? Welche neuen Narrative können patriarchale und koloniale Machtstrukturen hinterfragen. Welche Visionen einer gerechteren Zukunft entwerfen Künstler*innen?

Mehr unter https://iftf-frankfurt.com/bewerbung-2026/#wpcf7-f17315-p25936-o2

2.4.7. Ausschreibung des Mentoring-Programms des Deutschen Kulturrats

Bewerbungsschluss: 3.5.2026

Hoch qualifizierte weibliche Kulturschaffende, die bereits vielfältige berufliche Erfahrungen gesammelt haben und nun eine Führungsposition beziehungsweise eine bessere Sichtbarkeit anstreben, können sich für das bundesweite 1:1-Mentoring-Programm bewerben.
Den ausgewählten Mentees werden in dieser neunten Runde bis zu 30 erfahrene Mentorinnen und Mentoren an die Seite gestellt, die als Kreative, Akteurinnen und Akteure der Kreativwirtschaft oder anderer Kultureinrichtungen in ihrem Fach exzellent sind. Sie alle verfügen über ein weit gespanntes Netzwerk, das sie ebenso wie ihr Wissen mit den Mentees teilen wollen. Die Mentorinnen und Mentoren kommen aus den Bereichen: Architektur, Bibliothekswesen, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Design, Film, Hörfunk und Medien, Kulturelle Bildung und Vermittlung, Kulturpolitik, Kreativwirtschaft, Literatur, Museumswesen, Musik, Musiktheater, Management und Verwaltung, Tanz, Theater, Verlagswesen.
In den ersten acht Runden gingen bereits 237 Tandems an den Start. Es bewarben sich in jeder Runde 250 bis 350 ambitionierte Frauen auf dieses Programm, was ein Beleg dafür ist, dass sich karrierebewusste Frauen von diesem Angebot einen positiven Effekt versprechen und ihr Führungs- und Gestaltungswille in allen Kultursparten stark ausgeprägt ist.

Mehr unter https://frauen-in-kultur-und-medien.de/wp-content/uploads/2026/03/Ausschreibung-Mentoring_9.-Runde.pdf

2.4.8. Deutsche Bank Stiftung: Akademie Musiktheater heute

Bewerbungsschluss: 1.5.2026

Die Deutsche Bank Stiftung vergibt jährlich 15 zweijährige Stipendien für die Akademie Musiktheater heute. Gesucht werden junge Talente, die neugierig auf neue Arbeitsmethoden und offen für kollektive Arbeitsprozesse sind, die über den Tellerrand ihrer Sparte blicken und innovatives Musiktheater mitgestalten möchten.
Das Stipendium umfasst Workshops mit Inszenierungsbesuchen an deutschen Opernhäusern und Festivals sowie einmal im Jahr einen Festivalworkshop im europäischen Ausland. Phasenweise besteht bei Festivalworkshops eine hohe Termindichte, da möglichst viele Vorstellungen sowie Gespräche mit den Leitungsteams angestrebt werden.

Mehr unter https://www.akademie-musiktheater-heute.de/bewerbung/

2.4.9. Musikfonds: “Outer Ear”

Bewerbungsschluss: 30.4.2026

Das Förderprogramm “Outer Ear” unterstützt partizipative Projekte im Bereich aktueller Musik, die den Entstehungsprozess künstlerischer Werke in den Mittelpunkt stellen und neue Zugänge für bislang wenig erreichte Zielgruppen schaffen. Gefördert werden innovative Formate, die gemeinsames Erleben, Offenheit und experimentelle Ansätze stärken.
Partizipative Projekte sollen möglichst vielen Interessierten ermöglichen, am Entstehungsprozess eines Werkes teilzunehmen, ihn sogar mitzugestalten. Anstatt den Fokus auf das fertige Produkt zu legen, werden die vielschichtigen Prozesse des Musikmachens in den Vordergrund gestellt. Das Spielerische, Experimentelle, genauso wie das Unfertige, Zweifel und Umwege werden in unterschiedlichsten Präsentationsformaten hör- und erlebbar. Diese Herangehensweise schafft nicht nur neue Zugänge zu aktueller Musik, sondern auch Teilhabe und temporäre Gemeinschaften. In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung ist es wichtiger denn je, die ästhetischen und künstlerisch-technischen Besonderheiten experimenteller Musikpraktiken zu nutzen und zu stärken.

Mehr unter https://www.musikfonds.de/foerderprogramme#teamMember-id-1004007187

2.4.10. Stipendium Pollock-Krasner Foundation

Die Stiftung stellt bildenden Künstlerinnen finanzielle Mittel zur Verfügung, um neue Werke zu schaffen, Material zu beschaffen, Atelierräume zu mieten, Ausstellungen vorzubereiten, eine Residenz zu besuchen und die Lebenshaltungskosten zu kompensieren. Die Stiftung begrüßt das ganze Jahr über Bewerbungen von Malerinnen, Bildhauerinnen und Künstlerinnen, die auf Papier arbeiten, einschließlich Druckgrafik. Die Stipendien sind für einen Zeitraum von einem Jahr vorgesehen. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach den individuellen Umständen desder Bewerberin. Die Stiftung prüft die Ausgaben für die berufliche Tätigkeit und die persönlichen Ausgaben desr Künstlerin, wobei die Beträge bis zu 30.000 $ betragen können.

Mehr unter https://www.pkf.org/apply/how-to-apply/

2.4.11. Die anstiftung

Die anstiftung fördert, vernetzt und erforscht Räume und Netzwerke des Selbermachens. Dazu gehören urbane Gemeinschaftsgärten wie interkulturelle Gärten, offene Werkstätten, Reparatur-Initiativen, Open-Source-Projekte ebenso wie Initiativen zur Belebung von Nachbarschaften oder Interventionen im öffentlichen Raum.
Die anstiftung folgt einer Perspektive, die aufs Selbermachen als kollektive Praxis setzt und eine dezidiert kritische Haltung zu den (spät-)modernen Konsumregimen einnimmt.

Mehr unter https://anstiftung.de/foerderung

3. Europa und die Welt

3.1. Open Call für Performances auf dem 22. ASSITEJ-Weltkongress (Südkorea)

Bewerbungsschluss: 1.5.2026

ASSITEJ Korea sucht gemeinsam mit ASSITEJ International Theaterproduktionen aus aller Welt für den ASSITEJ-Weltkongress und das Festival der darstellenden Künste 2027 in Suwon, Korea, vom 22. Juli bis 1. August 2027.
Unter dem Motto Brave Futures sind insbesondere Produktionen willkommen, die Kinder und Jugendliche bzw. deren Stimmen einbeziehen.

Mehr unter https://assitej-international.org/events/assitej-artistic-gatherings-and-world-congresses/22nd-assitej-world-congress-open-call-for-performances/

3.2. Impuls neue Musik

Bewerbungsschluss: 10.5.2026

Die Förderrunde 2026 von Impuls neue Musik ist gestartet und Anträge können ab sofort online eingereicht werden.
Gefördert werden Musikprojekte, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Juli 2027 stattfinden und den Austausch zwischen dem deutschsprachigen und dem frankophonen Raum stärken und die zeitgenössische Musikszene in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Luxemburg vernetzen. Unterstützt werden u. a. Konzerte, Festivals, Musiktheater, Vermittlungsformate und Artist-in-Residence-Programme.

Mehr unter https://www.impulsneuemusik.com/aktuell/

3.3. Ausschreibung für kulturelle Beziehungen in Subsahara-Afrika: Spaces of Culture 2026 (EUNIC)

Bewerbungsschluss: 21.6.2026

Das durch Kreatives Europa KULTUR geförderte Netzwerk EUNIC (European Union National Institutes for Culture) hat die zweite Ausschreibung „Spaces of Culture” gestartet, die neue Projekte für kulturelle Beziehungen in Subsahara-Afrika fördert. Die Ausschreibung unterstützt zeitgenössische und innovative Projekte in verschiedenen kulturellen und sozialen Bereichen. Die Projekte sollen die Prinzipien kultureller Beziehungen widerspiegeln, darunter Ko-Kreation, Dialog, gegenseitiges Zuhören sowie gemeinsamer Kapazitätsaufbau unter allen Partnern.
Geförderte Projekte erhalten bis zu 50.000 Euro pro Projekt mit einer Mindest-Kofinanzierung von 5 % durch die Projektpartner. Projekte sollen zwischen dem 1. September 2026 und dem 31. August 2027 umgesetzt werden.

Mehr unter https://eunic.eu/news/spaces-of-culture-2026

3.4. Cultural Horizons

Bewerbungsschluss: 3.5.2026

Das Projekt Cultural Horizons zielt darauf ab, den Zugang von Ukrainer:innen zu kulturellen Praktiken und kulturellem Erbe zu verbessern und die Wiederbelebung sowie Entwicklung des ukrainischen Kultursektors durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Förderung durch Zuschüsse und berufliche Weiterentwicklung zu unterstützen.
Cultural Horizons sucht derzeit nach Mentor:innen, die geförderten Projekten zur Seite stehen.

Mehr unter https://310889.seu2.cleverreach.com/c/115668988/238dabcc7441-td7z6m

4. Literaturtipps

4.1. Kleine Anfragen – große Wirkung?Wie der Anti-NGO-Diskurs den parlamentarischen Raum erreicht

Zivilgesellschaftliche Organisationen gelten gemeinhin als ein zentraler Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Sie bündeln Interessen, organisieren Engagement und tragen dazu bei, gesellschaftliche Konflikte öffentlich auszuhandeln. In Deutschland steht dieser Bereich jedoch zunehmend unter politischem Druck. Besonders seit der sogenannten »551-Anfrage« der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom Februar 2025 hat sich eine Debatte verschärft, in der zivilgesellschaftliche Organisationen verstärkt als problematische oder gar illegitime Akteure dargestellt werden.

Mehr unter https://politikkultur.de/inland/kleine-anfragen/

4.2. Studie: Strukturelle Hürden bei Mikroförderprogrammen

Die im März 2026 veröffentlichte Studie zeigt, wie essenziell kleine finanzielle Hilfen für das lokale Engagement angesichts knapperer öffentlicher Kassen sind. Vereine und Initiativen klagen jedoch über einen unverhältnismäßig hohen administrativen Aufwand bei den Förderungen und den fehlenden Überblick in einer kaum durchschaubaren Förderlandschaft.

Mikroförderprogramme, bei denen kleinere Beträge bis zu 5.000 Euro beantragt werden können, sind an der Basis der Zivilgesellschaft immens gefragt. Knapp 40 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland nutzen dieses Instrument bereits, um ihr lokales Engagement niedrigschwellig zu stärken. Die Studie von ZiviZ im Stifterverband und der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) zeigt nun erstmals bundesweit, wie diese Mittel eingesetzt werden und wo es noch hakt.

Mehr unter https://ziviz.de/publikationen/mikrofoerderungen_in_zivilgesellschaftlichen_organisationen

4.3. infodienst Magazin für kulturelle Bildung 159: Lostsamkeit. Einsamkeit, Vertrauen, Misstrauen

Junge Menschen sind nicht selten einsam und ziehen sich mehr und mehr aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Einsamkeit ist kein individuelles Problem, sondern betrifft uns alle. Wer einsam ist, blickt anders auf die Welt und wird oft misstrauisch. Permanentes Misstrauen vergiftet unser Miteinander – nicht nur im Privaten, sondern auch in Staat und Gesellschaft. Ohne Vertrauen kommen wir in einer Welt voller Ungewissheiten aber keinen Schritt voran. Was tun, wenn Vertrauen nichts anderes bedeutet, als dass ich positive Erwartungen habe? Einen festen Boden bereiten – das machen Jugendkunstschulen und andere Einrichtungen der kulturellen Bildung mit ihren vielfältigen künstlerisch-kulturellen Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Tag für Tag. In diesen Institutionen stehen junge Menschen mit ihren Wünschen, Träumen und Sorgen im Mittelpunkt. Sie werden ernst genommen und bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven unterstützt. Sie lernen, Herausforderungen anzunehmen und zu bewältigen, um Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen oder zu festigen – ein wichtiger Beitrag, um junge Menschen in unsicheren Zeiten zu stärken. Lesen Sie hier, was Sie, Politker:innen und alle Erwachsenen tun können, damit Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene selbstbestimmt ihren Platz in der Gesellschaft finden.

Mehr unter www.infodienst-online.de

Impressum

Kulturbüro Rheinland-Pfalz
in Trägerschaft von Soziokultur & Kulturelle Bildung RLP e.V.
Stellv. Geschäftsführerin
Britta Lins
C.-S.-Schmidt-Str. 9
56112 Lahnstein
Tel. 02621/ 62 31 5-0
info@kulturbuero-rlp.de
Kulturbüro: https://kulturbuero-rlp.de

Kultur & Management: https://kulturseminare.de
Soziokultur & Kulturelle Bildung RLP e.V.: https://lag-sozkul.de
Servicestelle Kulturelle Bildung: https://www.skubi.com
Freiwilligendienste: https://www.freiwillig-rlp.de
P.S. Einige Ausschreibungen übernommen von „JISSA – JugendInfoService Sachsen-Anhalt“ und vom Bergisch Gladbacher Kultur-Ticker. Vielen Dank

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