Sparvorschläge des Steuerzahlerbundes im Kulturbereich sind Nullnummer

Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist irritiert über die plumpen Ideen zur Kulturkürzung vom Bund der Steuerzahler Deutschland. In seinem aktuellen Papier skizziert er “30 neue Beispiele für absurde Bundesprojekte”. So hält der Bund deutscher Steuerzahler das Einfrieren von Hahnensperma für ebenso überflüssig wie die Förderung der Tanzkultur und die Filmförderung.
Der Deutsche Kulturrat ist empört über folgende Unterstellung: “Um die Herstellungskosten der Filme nach oben zu treiben und die filmtechnischen Betriebe in Deutschland auszulasten, muss deshalb der Steuerzahler ran.” Ziel der Filmförderung des Bundes, die im Übrigen vor kurzem durch das Karlsruher Urteil erneut bestätigt wurde, ist es, durch Förderprogramme und Auszeichnungen die Qualität und Vielfalt des deutschen Films sowie die dichte Kinolandschaft in Deutschland sicherzustellen. Eine Zusammenarbeit bei internationalen Produktionen kann in Zeiten der globalisierten Märkte nicht ernsthaft in Zweifel gezogen werden.
Neben der Filmförderung ist dem Bund der Steuerzahler die Tanzförderung ein Dorn im Auge. Mit der “Initiative Tanz” nimmt er sich gleichwohl eine Kultursparte vor, die finanziell nicht zu den Schwergewichten im Kulturbereich zählt und die jahrzehntelang finanziell sehr schlecht dastand. Jetzt, wo ein Mittelzuwachs erreicht werden konnte, schlägt der Steuerzahlerbund vor, die Finanzierung müsse komplett über private Mäzene gesichert werden.
Gestrichen werden sollen die Fördermittel für den Tanzbereich in Höhe von 3,45 Millionen Euro sowie die Filmförderung in Höhe von 8,5 Millionen Euro. 2013 standen 1,28 Milliarden Euro für den Kulturhaushalt zur Verfügung bei einem Bundeshaushalt von über 300 Milliarden Euro. Die Kulturförderung macht mit Abstand den kleinsten Posten im Bundeshaushalt aus.
(Pressemitteilung des Dt. Kulturrates vom 24.03.2014)