MV der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik in Ludwigshafen
Am 14.März trafen sich die Mitglieder der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz auf Einladung des Mitglieds Kultur-Rhein-Neckar e.V. erstmals in Ludwigshafen. Aus ganz Rheinland-Pfalz – vom Westerwald über Koblenz, Trier und Rheinhessen sowie der Pfalz – waren die Vertreter von Kulturzentren und Jugendkunstschulen angereist und sahen sich im Ernst-Boch-Zentrum am richtigen Ort, bestimme doch das „Prinzip Hoffnung“ auch die Soziokultur in Rheinland-Pfalz.
Ein Schwerpunkt der MV in Ludwigshafen war die Beratung einer professionellen Selbstverpflichtung von Jugendkunstschulen zum Thema Qualitätsstandards in der kulturellen Bildung. Die Diskussion zeigte, dass künstlerisch-experimentelle Freiräume für Kinder und Jugendliche, ästhetische Vielfalt, Zugangs- und Partizipationsmöglichkeiten nicht nur in Konzepten kultureller Bildung für junge Menschen zentral sind, sondern insgesamt auch wichtige Kategorien für lebenslanges Lernen und kulturelle Teilhabe darstellen.
Eleonore Hefner, Geschäftsführerin von Kultur-Rhein-Neckar e.V., unterstrich an dieser Stelle die Bedeutung von soziokultureller Arbeit gerade auch für Städte wie Ludwigshafen, die in hohem Maße von Einwanderung geprägt sind: „Interkulturelle Öffnung ist in den letzten Jahren für alle Kultureinrichtungen ein wichtiges Ziel geworden, zeigt aber nur zögerlich Erfolg. Soziokulturelle Arbeit ist dagegen schon seit Jahrzehnten erfolgreich aktiv in der Entwicklung inter- und transkultureller Projekte.“ Dazu ist bei vielen Projekten der Soziokultur, wie z.B. dem „Inselsommer“ in Ludwigshafen oder im Haus am Westbahnhof in Landau oder dem „Asphaltvisionenfestival“ in Altenkirchen ein hoher Grad an bürgerschaftlicher Beteiligung und zivilgesellschaftlichem Engagement auszumachen. Beteiligung, Mitbestimmung und eigenes kreatives Tun sind Schlüsselkategorien soziokultureller Arbeit.