Experten kritisieren "Paradigmenwechsel" beim EU-Förderprogramm "Kreatives Europa"
Die Pläne der Europäischen Kommission für das Förderprogramm “Kreatives Europa”, in dem ab 2014 die bislang getrennten Förderprogramme “Kultur”, “Media” und “Media Mundus” zusammengefasst werden sollen, stoßen bei Kulturpolitikern und Vertretern der Kultur- und Medienlandschaft auf offene Skepsis bis Ablehnung.
Der Kultur- und Medienausschuss des Deutschen Bundestages hatte am 21. März sieben Experten zu einem Gespräch slots über die Pläne der EU-Kommission geladen. Die Abgeordneten aller Fraktionen und die Sachverständigen befürchten, dass das neue Förderprogramm seine Akzente zu stark auf die Kreativwirtschaft lege und der kulturelle Aspekt durch den ökonomischen zurückgedrängt werde. Dies stelle einen „Paradigmenwechsel“ gegenüber der bisherigen Kulturförderung auf der europäischen Ebene dar, kritisierte Sabine Bornemann, Projektleiterin des Cultural Contact Point Germany bei der Kulturpolitischen Gesellschaft. Diesem Urteil schlossen sich auch die übrigen Sachverständigen mit Ausnahme der Kommissionsvertreterin Susanne Ding an.
(Auszug einer Pressemitteilung des Dt. Kulturrates vom 22.3.2012)