Vieles bleibt nach Ende der Koblenzer Rekord-BUGA-Schau

Der Countdown läuft. Am 16. Oktober endet die Bundesgartenschau in Koblenz. Dann war sie 185 Tage geöffnet, seit Mitte April grünte und blühte es am Kurfürstlichen Schloss, am Deutschen Eck und auf der Festung Ehrenbreitstein.
Zwar ist die Abschlussbilanz noch nicht gezogen aber schon jetzt steht fest: Die Buga 2011 war ein Erfolg. “Und zwar in vielerlei Hinsicht”, sagt Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Buga GmbH. Gerade auch, weil die Schau über ihr Ende hinaus nachwirken wird. Koblenz bleibt verwandelt.
Bis Ende September verbuchte die Buga einen Rekord von 3,2 Mio. Besuchern. Dank des Ansturms lassen zusätzliche Eintrittsgelder die Kasse über die Erwartungen hinaus klingeln. Der Gewinn fließt der Stadt Koblenz zu, die mit 28 Mio. Euro an den Kosten für die Buga beteiligt ist.
Vor allem aus Sicht der Stadtentwicklung war es ein riesiger Erfolg. Die Innenstadt habe durch diverse Bauprojekte ein neues Gesicht bekommen. So wurden Rhein- und Moselufer teils umgestaltet und die Fußgängerzone neu gepflastert. Auch die drei Ausstellungsbereiche werden Koblenz über die Buga hinaus von Nutzen sein. Der Lenné-Garten hinter dem Schloss wird unverändert bleiben, ebenso die Bepflanzung vor dem Gebäude. Am Deutschen Eck wird ein Wasserspielplatz bleiben, ebenso die Grünfläche. Oben auf der Festung wird die Aussichtsplattform Bestand haben, ebenso der Kinderspielplatz.
Verschwinden werden neben den Blumenhallen aber die Rosenfelder und die Themenausstellungen. An ihrer Stelle soll im westlichen Bereich des Festungsplateaus ein generationsübergreifender Spielplatz errichtet werden.
Und dann ist da noch die Seilbahn, die quer über den Rhein schwebt und die Festung Ehrenbreitstein mit der Uferpromenade verbindet. Sie bleibt für zwei weitere Jahre. “Die Bahn ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, das es zu nutzen gilt. Wir als Buga GmbH können jedenfalls sagen, dass sie entscheidend zum Erfolg beigetragen hat», sagt Faas. Rückblickend überraschte den Geschäftsführer an dieser Buga am meisten, wie sehr sich die Ausstellung in den Köpfen der Koblenzer gewandelt hat. Die anfänglich breite Ablehnung dem gesamten Projekt gegenüber sei vor der Eröffnung gekippt. “Und dann haben die Leute ihre Buga geliebt.”