LAG Soziokultur NRW startet „Neidkampagne 2011“
Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen e.V. (LAG NW), der Zusammenschluss von 66 Soziokulturellen Zentren und Initiativen in freier Trägerschaft in Nordrhein-Westfalen startet mit der Neidkampagne 2011.
Eingebunden ist das in den bundesweiten Aktionen zum Tag der Soziokultur, siehe auch www.tag-der-soziokultur.de
Bei Sekt, Kaviar und Champus erläutert die LAG NW auf einer Pressekonferenz am 13. Oktober um 12 Uhr in Düsseldorf den Hintergrund der Kampagne. Seit Beginn der Arbeit der Zentren machen sie Öffentlichkeitsarbeit, stellen ihre Arbeit dar und präsentieren immer wieder ihre Leistungen, insbesondere bei Politik und Verwaltung. Die Medien berichten von Stadt zu Stadt unterschiedlich. In einigen Städten sind die Zentren stark in den Medien präsent, in anderen Städten höchstens Lückenbüßer. Das jeweilige Theater oder andere Großeinrichtungen sind dagegen häufig im Blickfeld. Der Sport sowieso. Auf Landesebene ist das ähnlich. Bei Politik und Verwaltung ist die unterschiedliche Sichtweise ebenso oft noch vorzufinden. Der gleichberechtigte Zugang und eine entsprechende Wertschätzung der verschiedenen Kulturangebote sind nur bedingt vorhanden. Es funktioniert in der Regel nur, wenn Skandale vor Ort produziert werden. Oder man zu einer „systemrelevanten“ Einrichtung wird. Die besondere Aufmerksamkeit entsteht nur, wenn wir was ganz besonderes zu berichten haben. Unser Aufruf „Wir machen den Scheiß nicht mehr mit“ im Frühjahr letzten Jahres wurde bekannt: Nicht nur wegen der vielen Unterschriften, sondern zum einen wegen dem provokanten Titel und die Irritation, das es ein Aufruf von OB`s, KämmerInnen und Kulturschaffenden ist, wo kaum einer unterschrieben hat. Der Inhalt dieses Aufrufes wurde breit diskutiert und das war uns wichtig.
Und zum anderen wurde die LAG NW immer wieder gewarnt, eine „Neiddebatte“ zu führen. In der Kultur würden alle im gleichen Boot sitzen. Aber das ist nicht so. Manche sitzen in der Titanic, andere im Schlauchboot. Um das deutlich zu machen, sagen wir: „Wir führen die Neiddebatte!“
Darüber berichten wir auf der Pressekonferenz, ebenso über Zahlen, Daten und Fakten der Soziokulturellen Zentren in NRW. Nach jahrelangen positiven Entwicklungen der soziokulturellen Zentren in den Städten und im Land erwarten eigentlich, dass die Soziokultur auf Augenhöhe, gleichberechtigt gesehen wird und die Förderungerechtigkeit beseitigt wird. Gerade auch im Hinblick der Debatte um das neue Kulturgesetz in NRW ist das zwingend notwendig.
Wir bitten um kurze Mitteilung (Tel. 0251-518475), ob Sie an der Pressekonferenz teilnehmen. Auch wegen der Anzahl der Kaviarstücke.