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Dt. Kulturrat plant Aktionstag für kulturelle Vielfalt und gegen Kulturabbau

Am 14. Oktober dieses Jahres trafen sich erstmals offiziell der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, und alle Kulturminister der Länder sowie die Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völkers und die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabell Pfeiffer-Poensgen. Ein denkwürdiges erstes Treffen nach 12 Jahren real existierender Kulturpolitik des Bundes mit Kulturstaatsminister und Kulturausschuss des Deutschen Bundestages. Und ein Zeichen dafür, dass in Deutschland der kooperative Kulturföderalismus immer noch sehr lange braucht, um Realitäten zu akzeptieren und gemeinsam zu agieren.

Die Kulturminister von Bund und Ländern setzen sich, so war der Pressemitteilung von Kulturstaatsminister Neumann und dem Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, Minister Spaenle, zu entnehmen, über Parteigrenzen hinweg dafür ein, dass „trotz der notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen bei den Haushalten von Bund und Ländern die Kultur von Kürzungen möglichst verschont bleiben soll.“

(…)

Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung des Deutschen Kulturrates am 30. September 2010 war die Kulturfinanzierung. Am Tag zuvor hatte der Sprecherrat die Stellungnahme zur Kulturfinanzierung „Kunst und Kultur als Lebensnerv“ verabschiedet.

Erstmals setzt sich der Deutsche Kulturrat in dieser Stellungnahme umfassend mit der Kulturfinanzierung durch Bund, Länder und Kommunen, die Kirchen, Stiftungen sowie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auseinander. Die besondere Bedeutung von Kunst und Kultur für die Gesellschaft wird herausgestellt und zugleich unterstrichen, dass angesichts des demografischen Wandels von den Kultureinrichtungen erhebliche Veränderungen abverlangt werden. Elf konkrete Forderungen werden an den Bund, die Länder, die Kommunen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die Kirchen und die privaten Stiftungen zur Sicherung der Kulturfinanzierung gestellt. (…)

Die größte Herausforderung der nächsten Jahre wird darin bestehen, die Solidarität untereinander zu erhalten. Die Demonstrationen um das Schauspielhaus Wuppertal im Frühjahr 2010 sind ein Beispiel wie auch die Solidarisierung der Hamburger Museen mit dem von Schließung bedrohten Museum Altona. Doch was passiert, wenn es neben den Museum in Altona, dem Theater in Wuppertal, dem Kinder- und Jugendtheater in Halle, dem Naturkundemuseum in Leipzig, um immer mehr Kultureinrichtungen geht, die von der Schließung bedroht sind? Kann auf Dauer mit Negativmeldungen Solidarität geschaffen werden?

Von der Mitgliederversammlung des Deutschen Kulturrates im September 2010 gehen zwei Signale aus: Zum einen Solidarität ist wichtig, d.h. die einzelnen künstlerischen Sparten, Einrichtungen und Professionen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Zum anderen plant der Deutsche Kulturrat für den 21.05.2011, dem internationalen „Tag der kulturellen Vielfalt“, einen bundesweiten Aktionstag. An diesem Tag soll auf positive Weise gezeigt werden, was kulturelle Vielfalt bedeutet und es soll deutlich werden, dass diese kulturelle Vielfalt gesichert werden muss. Dieses ist auch ein Signal an die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden, gemeinsam für das kulturelle Leben in Deutschland einzutreten. Damit das gelingt, brauchen wir alle, die im Kulturbereich engagiert sind.

Wir freuen uns über Ihr Interesse! Schreiben Sie uns unter post@kulturrat.de .

Der vollständige Artikel unter www.kulturrat.de/detail.php?detail=1897&rubrik=5

Aktualisiert am 6. November 2010