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Aktuelles

  • Beim Themenfeld „Nachhaltigkeit“ waren lange vor allem Fragen der Umwelt, der Mobilität, des Ressourcenverbrauchs und der Energieeffizienz von Bedeutung. Dies ungeachtet dessen, dass es bereits seit 1992 verschiedene Bestrebungen gibt, auch die kulturelle Dimension und die Bedeutung von Kultur für die Nachhaltigkeit herauszuarbeiten. Nun nimmt das Thema noch mal Fahrt auf und dies nicht nur im aktuellen Unesco-Weltbericht: „Kultur ist die DNA einer Stadt und muss integraler Bestandteil von Stadtentwicklungsstrategien sein“, so Karin v. Welck, Vorstandsmitglied der Deutschen Unesco-Kommission.

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Kulturelle Bildung

Politik sollte nicht von neuer Behörde träumen

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, sieht den Vorschlag der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags „Kultur in Deutschland“, eine Bundeszentrale für kulturelle Bildung einzurichten, kritisch.

Der Deutsche Kulturrat teilt die Einschätzung der Enquete-Kommission, dass es eine Reihe von Aufgaben zur Stärkung der kulturellen Bildung auf Bundesebene gibt. Zu diesen Aufgaben zählen u.a. die Verbesserung der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Einrichtungen, die Öffnung des Bildungsbegriffs, die Stärkung der kulturellen Seniorenbildung und die verbesserte Vernetzung in Europa. Glücklicherweise gibt bereits eine Reihe von Bundesverbänden, die sich für die Stärkung der kulturellen Bildung einsetzen und in ihrem Arbeitsfeld Ansprechpartner für die Akteure sind. Statt einer neuen Behörde für kulturelle Bildung sieht der Deutsche Kulturrat eine Plattform Kulturelle Bildung in der Verantwortung der maßgeblichen Bundesverbände als das geeignete Instrument zur Stärkung der kulturellen Bildung.

Weiter plädiert der Deutsche Kulturrat für die Einrichtung eines Fonds Kulturelle Bildung, der wie die bestehenden spartenspezifischen Fonds staatsfern Mittel vergeben sollte. Er sollte von Bundesverbänden der kulturellen Bildung getragen und durch Bundesmittel unterstützt werden. Mit den Fördermitteln sollten die Akteure der kulturellen Bildung vor Ort gestärkt werden.

Aktualisiert am 14. April 2009