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  • Auf einem Empfang am 5. Dezember 2017 in der Mainzer Staatskanzlei wurden elf Personen, die sich vorbildlich und ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren, von Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet. Zu den Geehrten gehört auch Margret Staal, im Vorstand der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik e.V., für ihre langjährigen Verdienste rund um die Soziokultur.

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Unternehmensteuerreform 2008

Das bringt sie für Vereine

Am 14. August wurde das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verkündet. Steuerliche Folgen hat das auch für gemeinnützige Vereine. Allerdings nur dort, wo sie in ihrem unternehmerischen Bereich körperschafts- und gewerbesteuerpflichtig werden, d.h. wenn im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb die Umsatzfreigrenze (von künftig 35.000 Euro) überschritten wird. Senkung von Körperschaftsteuersatz und Gewerbesteuermesszahl Die wichtigste Änderung wirkt sich positiv aus: Der Körperschaftsteuersatz wird von 25 % auf 15 % gesenkt und die Gewerbesteuermesszahl von 5 % auf 3,5 %. Gleichzeitig wird aber der Abzug der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe gestrichen und die Bemessungsgrundlage verbreitert.
Abschreibungen: die degressive Abschreibung auf Wirtschaftsgüter wird abgeschafft. Es entfällt also die Möglichkeit höherer Anfangsabschreibungen. Der Wertverzehr bei Neuanschaffungen wird nur noch linear, d.h. in gleichmäßigen Sätzen steuerlich angesetzt. Außerdem wird die Grenze für die sofortige Absetzbarkeit bei der Anschaffung auf geringwertige Wirtschaftsgüter von 410 Euro auf 150 Euro abgesenkt. Sofort abgeschrieben werden können Wirtschaftsgüter nur noch bis zu einem Preis von 150 Euro. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis zwischen 150 Euro und 1.000 Euro werden in einem Pool zusammengefasst und nur gemeinsam über fünf Jahre zu je 20% abgeschrieben. Handlungsempfehlungen: liegt Ihr Verein mit seinen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftbetrieben über der Umsatzfreigrenze und wird damit steuerpflichtig, lohnt es sich (soweit möglich), Investitionen noch 2007 zu tätigen, weil es noch die besseren Abschreibungsmöglichkeiten gibt und sich eine Minderung der Gewinne bei höheren Steuersätzen stärker auswirkt – geringwertige Wirtschaftsgüter noch in diesem Jahr anzuschaffen, weil sie dann bis zu einem Preis von 410 Euro sofort abgeschrieben werden können.

(aus Vereinsknowhow.de, Vereinsinfobrief Nr. 143 – Ausgabe 16/2007 – 20.09.2007)

Aktualisiert am 15. Oktober 2007