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Land fördert FSJ Kultur

Auf einer Pressekonferenz am 3. Mai in Koblenz verkündet Staatssekretär Joachim Hofmann-Göttig den Einstieg in die Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur (FSJ Kultur). Damit ist es dem Kulturbüro Rheinland-Pfalz nun möglich, das FSJ Kultur von derzeit 23 auf 40 Einsatzstellen auszubauen. Neue Einsatzstellen aus dem Kulturbereich werden gesucht. Auch Freiwillige können sich noch auf die neuen Einsatzstellen bewerben.

Im letzten Jahr hat das Kulturbüro Rheinland-Pfalz die Trägerschaft des FSJ Kultur übernommen. Seit diesem Zeitpunkt wächst die Nachfrage stetig. Von ursprünglich elf Einsatzstellen in der Kultur betreut das Kulturbüro derzeit 25 Freiwillige in 23 Einsatzstellen. Ab dem Jahrgang 2007/2008 unterstützt das Land Rheinland-Pfalz dieses Projekt, so dass künftig 40 Einsatzstellen einen Freiwilligenplatz anbieten können. Auch Staatssekretär Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig ist begeistert vom FSJ Kultur. „Jeder Mensch wird als Kulturmensch geboren! Die Frage ist, wann und wo die Kinder den Bezug zur Kultur verlieren. Im FSJ Kultur sehe ich eine Möglichkeit, diesen Faden wieder aufzugreifen“. Auch die Freiwilligen selbst und die Einsatzstellen schwärmen von dieser neuen Möglichkeit. Die meisten Bewerber sehen hier eine Perspektive, sich mit wichtigen Fähigkeiten und Kompetenzen für ihr späteres Berufsleben auszustatten. „Ich sehe es als eine sehr gute Gelegenheit, sich ein Jahr lang zu orientieren und vielfältige Erfahrungen sammeln zu können“ erzählt Franziska Hageloch, die ihr FSJ Kultur im Jungen Museum Speyer absolviert. „Es ist eine schöne Erfahrung hinter die Kulissen der Kultur zu blicken und damit Einblicke in den Beruf des Museumspädagogen zu bekommen.“ Während des Freiwilligenjahres absolvieren die Freiwilligen ein eigenverantwortliches Projekt. Eine zumeist eigene Idee soll selbstständig verwirklicht und umgesetzt werden. Dies kann von einem pädagogischen Angebot über die Gestaltung einer Homepage bis hin zur Organisation einer Ausstellung sein. Franziska arbeitet für die Ausstellung „Attila und die Hunnen“ an einem pädagogischen Begleitprogramm mit. „Die Übergabe von Verantwortung an die Freiwilligen ist ein entscheidender Schritt zur Stärkung der Selbstständigkeit und des Verantwortungsbewusstseins“, so Moka Biss, Koordinatorin des FSJ Kultur aus dem Kulturbüro Rheinland-Pfalz. Auch Margret Staal vom Haus Felsenkeller Altenkirchen, die seit mehreren Jahren Freiwillige im FSJ Kultur betreut, und Christof Nießen von der Jugendkunstwerkstatt Koblenz betonen die Win-win-Situation für beide Seiten. „Das Haus Felsenkeller ist im Alltag ständig bemüht, die jungen Menschen auf die Kulturarbeit und das Kulturmanagement vorzubereiten“, so Staal. Nießen erläutert den Vorteil der Einsatzstellen und betont, „dass junge Mitarbeiter einen näheren Draht zu Jugendlichen und deren Belange und Themen haben. Hier sehe ich eine echte Chance für jede Einsatzstelle“. Neben der täglichen Arbeit in der Einsatzstelle haben die Freiwilligen zusätzlich die Möglichkeit, an 25 Bildungstagen teilzunehmen.
Die Einsatzbreite beim FSJ Kultur ist groß. Zur Zeit sind vor allem die „großen“ arrivierten Kulturanbieter in Rheinland-Pfalz dabei, wie etwa die Theater in Trier, Koblenz und Mainz, die Philharmonie in Ludwigshafen, die Museen in Koblenz und Speyer sowie die Villa Musica. Aber auch kleinere Einrichtungen wie das Programmkino „Wied-Scala“ in Neitersen oder das Kulturwerk in Weißenseifen nehmen teil. Eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten, die durch Orientierungshilfe, Vermittlung von Fähigkeiten und Kompetenzen aber auch durch Kontakte ein Meilenstein in dem beruflichen Werdegang sein können. „Nach mehr als 100 erfolglosen Bewerbungen konnte unsere FSJlerin – anhand der bei uns geleisteten Projektarbeit – einen Ausbildungsplatz in einer Werbeagentur erhalten. Die Agentur konnte etwas mit ihr anfangen, sich aufgrund der bereits erworbenen Kenntnisse eine weitere Ausbildung vorstellen“, so Detlef Oster, Kulturreferent des Rhein-Lahn-Kreises.
Nähere Infos und den Bewerbungsbogen gibt es beim Kulturbüro Rheinland-Pfalz, Tel. 0261/9821150 oder unter www.kulturbuero-rlp.de.

Aktualisiert am 15. Mai 2007