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Trotz PISA-Schock :

Politik spart bei der Bildung

Am 4. April legte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aktuelle Daten zu den Ausgaben für Bildung, Wissenschaft und Forschung von Bund, Ländern, Kommunen und Privatpersonen vor. Die Daten beziehen sich auf die Jahre 2003, 2004 und 2005.

Nach dem PISA-Schock im Jahr 2001 wäre zu erwarten gewesen, dass die Bildungsausgaben deutlich ansteigen. Die vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache. Die Bildungsausgaben für Schulen und den schulnahen Bereich sind zwar leicht angestiegen (von 127,3 Mrd. Euro im Jahr 2003 auf 128,9 Mrd. Euro im Jahr 2005), dafür sanken die Ausgaben für zusätzliche bildungsrelevante Ausgaben von 20,5 Mrd. Euro im Jahr 2003 über 18,9 Mrd. im Jahr 2004 auf 15,9 Mrd. Euro im Jahr 2005. D.h. diese Ausgaben sanken rund um ein Viertel. In dieser Kategorie sind Ausgaben für die Kinderbetreuung in öffentlichen Krippen und Horten, die betriebliche Weiterbildung, Volkshochschulen, Einrichtungen der Lehrerfortbildung, Einrichtungen der Jugendarbeit und die Förderung der Teilnehmenden an Weiterbildungsmaßnahmen zusammengefasst. Speziell die Förderung von Teilnehmenden an Weiterbildungsangeboten, das sind Zahlungen der Bundesagentur für Arbeit, wurde massiv zurückgefahren von 3,2 Mrd. Euro im Jahr 2003 über 2,5 Mrd. Euro im Jahr 2004 auf gerade noch 0,5 Mrd. Euro im Jahr 2005. Bemerkenswert ist, dass die privaten Haushalte in den Jahren 2003 bis 2005 mehr für Bildung aufgewandt haben. Die Ausgaben stiegen von 5,0 Mrd. Euro im Jahr 2003 über 5,2 Mrd. Euro im Jahr 2004 auf 5,4 Mrd. Euro im Jahr 2005.

Der Deutsche Kulturrat fordert, dass nicht nur vom Wert der Bildung gesprochen wird, sondern vielmehr entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden müssen.

Aktualisiert am 25. April 2007