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Aktuelles

  • Beim Themenfeld „Nachhaltigkeit“ waren lange vor allem Fragen der Umwelt, der Mobilität, des Ressourcenverbrauchs und der Energieeffizienz von Bedeutung. Dies ungeachtet dessen, dass es bereits seit 1992 verschiedene Bestrebungen gibt, auch die kulturelle Dimension und die Bedeutung von Kultur für die Nachhaltigkeit herauszuarbeiten. Nun nimmt das Thema noch mal Fahrt auf und dies nicht nur im aktuellen Unesco-Weltbericht: „Kultur ist die DNA einer Stadt und muss integraler Bestandteil von Stadtentwicklungsstrategien sein“, so Karin v. Welck, Vorstandsmitglied der Deutschen Unesco-Kommission.

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Die Unsatzsteuererhöhung 2007

Grenzfälle, die beachtet werden sollten

Ab dem 1.01.2007 gilt der erhöhte Umsatzsteuerregelsatz von 19%. Für bestehende Verträge, laufende Zahlungen, getätigte Anzahlungen usf. wirft dieser Stichtag eine Reihe von Fragen auf. Hier bestehen auch noch gewisse Gestaltungsmöglichkeiten. Besonders dort, wo der Verein nicht vorsteuerabzugsfähig ist, kann durch die Nutzung des bisherigen Mehrwertsteuersatzes eine Einsparung möglich sein.

Anpassung bestehender Verträge
Bestehende Verträge, bei denen auf die Leistungen Umsatzsteuer berechnet wird, dürfen an den neuen Umsatzsteuersatz angepasst werden, wenn im Vertrag die Umsatzsteuerpflicht benannt wurde. (Beispiel: "zzgl. Umsatzsteuer" oder inkl. 16% Umsatzsteuer). Wurde eine Vereinbarung ohne Umsatzsteuer getroffen, muss nachverhandelt werden.

Dauerleistungen
Zu den Dauerleistungen gehören vor allem sog. sonstige Leistungen wie Miet- und Leasingverträge, Wartungsverträge oder die laufende Buchführung. Grundsätzlich gelten Dauerleistungen als ausgeführt, wenn der Leistungszeitraum endet. Typischerweise werden für die Zahlungen Zeiträume zwischen einem Monat und einem Jahr vereinbart. Der geänderte Steuersatz gilt hier für alle Leistungszeiträume ab Jahresbeginn.
Beginnt der Leistungszeitraum vor 2007 und endet nach dem 31.12.2006, wird auf den gesamten Betrag der erhöhte Satz fällig. (Beispiel: Ein Werbevertrag läuft vom 1.07.2006 bis zum 31.06.2007 und die Vergütung ist lt. Vertrag am 1.07.2007 fällig.)
Wenn vertraglich keine festen Leistungs- und Abrechnungszeiträume vereinbart sind, empfiehlt es sich, zu Ende 2006 eine Zwischenabrechnung vorzunehmen, um noch den 16%-Satz nutzen zu können.

Teilleistungen
Teilleistungen liegen vor, wenn für bestimmte Teile einer wirtschaftlich teilbaren Leistung das Entgelt gesondert vereinbart wird (§ 13 Abs. 1 UStG). Werden statt einer Gesamtleistung Teilleistungen erbracht, kommt es nicht auf den Zeitpunkt der Gesamtleistung, sondern darauf an, wann die einzelnen Teilleistungen ausgeführt werden.
Falls möglich sollten Sie also mit Lieferanten, Handwerkern, freien Mitarbeitern usf. eine Vereinbarung treffen, die den Teil einer größeren Leistung (z.B. Bauleistung), der noch im alten Jahr erbracht wird, als selbstständige Teilleistung in 2006 abrechenbar macht.

Anzahlungen u.ä.
Bei Anzahlungen, Abschlagszahlungen und Vorschüssen, für die in 2006 noch der alte Umsatzsteuersatz berechnet wurde, muss eine Berichtigung vorgenommen werden, wenn die Leistung in 2007 endgültig ausgeführt wird.
Beispiel: Ein Handwerker, der für Materiallieferungen in 2006 einen Abschlag nimmt und die Arbeiten in 2007 beendet, muss auf die Endrechnung (also auch auf die verrechnete Abschlagszahlung) 19% Umsatzsteuer erheben.
Falls möglich sollten deswegen Teilleistungen vereinbart werden. Im obigen Beispiel: Der Verein kauft das Material in 2006 selbst und beauftragt den Handwerker nur mit dem Einbau.

(aus Vereinsknowhow.de – Vereinsinfobrief Nr. 126 – Ausgabe 22/2006 – 28.11.2006)

Aktualisiert am 7. Dezember 2006