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Arbeitslosenversicherung für Selbstständige und Existenzgründer

Seit dem 1. Februar 2006 können sich Selbstständige und Existenzgründer für monatlich 39,81 Euro West (33,56 Euro Ost) bei der Bundesagentur für Arbeit freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern lassen.
Wichtig ist nur: Wer sich freiwillig versichern will, muss – egal ob es sich um neue Selbstständige oder um Existenzgründer aus den 60er Jahren handelt – in den 24 Monaten vor Beginn der Selbstständigkeit mindestens zwölf Monate sozialversicherter Beschäftigung nachweisen können. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, für den reicht es auch, wenn er unmittelbar vor seiner Existenzgründung wenigstens während kurzer Zeit Arbeitslosengeld I (ALG I) oder die frühere Arbeitslosenhilfe bezogen hat.
Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben die freiwillig Versicherten – genau wie Arbeitnehmer – nach zwölf Monaten Beitragszahlung. Danach kann er – falls sich seine Auftragslage so verschlechtert, dass er nur noch weniger als 15 Stunden die Woche zu tun hat – Arbeitslosengeld beantragen und diese Leistung dann sechs Monate lang erhalten. Nach 24 Beitragsmonaten stünden ihm zwölf Monate aus Nürnberg zu.
Sind seit der letzten abhängigen Beschäftigung mehr als zwei Jahre vergangen, wird das Arbeitslosengeld „fiktiv“ berechnet. Die Arbeitsagenturen unterscheiden dabei vier Stufen – von „Hochschulausbildung“ bis „Ohne Ausbildung“. Der derzeitige monatliche Satz bei „Hochschulausbildung“ ist 1.364,10 Euro.
Wer schon vor dem Stichtag 1. Februar 2006 selbstständig, hat zum freiwilligen Eintritt in die Arbeitslosenversicherung noch Bedenkzeit bis zum 31. Dezember 2006. Ansonsten muss die freiwillige Weiterversicherung binnen eines Monats nach Existenzgründung beantragt werden.
(entnommen aus der WELT AM SONNTAG, 29.1.06)

Aktualisiert am 2. Februar 2006