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Künstlersozialabgabe steigt im Jahre 2005 von 4,3% auf 5,8%

Zwei Gründe sind nach Ansicht des Dt. Kulturrates für diese massive Erhörung der Künstlersozialabgabe verantwortlich: Die Absenkung des Bundeszuschusses für die Künstlersozialkasse seit dem Jahr 2000 von 25% auf 20% und die damit verbundene automatische Erhöhung des Verwerteranteils von 25% auf 30%. Und: Viele Verwerter, besonders außerhalb des klassischen Kultur- und Medienbereiches, werden immer noch nicht zur Zahlung der Künstlersozialabgabe herangezogen.
Inzwischen hat sich ein Aktionsbündnis Künstlersozialabgabe gebildet: Die auf dem Verordnungswege beschlossene Erhöhung des Abgabensatzes zur Künstlersozialversicherung um 35 Prozent ab dem 1.1.2005 ist auf den einhelligen Widerstand der Verbände und Interessengruppen der Kunst- und Medienwirtschaft gestoßen. Allen Abgabezahlern ist dabei bewusst, dass die jetzige Erhöhung nur der Einstieg in eine Spirale weiterer Anhebungen ist, wenn es nicht gelingt, die Strukturen der Künstlersozialversicherung grundsätzlich zu reformieren und die Beitragslast der betroffenen Unternehmen – nicht zuletzt im Interesse der von ihnen beschäftigten Kreativen selbst – mittel- und langfristig deutlich zu senken. Die Gründungsversammlung ist für den 17.11. in Berlin geplant. Initiative beim Börsenverein des Dt. Buchhandels sprang@boev.de.

Aktualisiert am 5. November 2004