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Mehr Geld für die Kunst?

Kulturförderfonds jetzt bei der Kulturstiftung des Bundes

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kulturfonds hat die Bereitschaft der Länder begrüßt, die selbstverwalteten Kulturförderfonds Stiftung Kunstfonds, Deutscher Literaturfonds, Fonds Darstellende Künste und Fonds Soziokultur in die Zuständigkeit der Kulturstiftung des Bundes zu übergeben. Der Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder (KSL) hatte Ende Juni einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Dr. Gerhard Pfennig erklärte dazu in Bonn am Rande des Sommerfestes im Haus der Kultur, in dem drei der Bundeskulturfonds ihren Sitz haben: „Wir sind froh, dass es zu dieser Entscheidung gekommen ist und jetzt die versprochene Verdoppelung der Fördermittel für die zeitgenössischen Künste erfolgen kann. Zu viele Anträge mussten bislang negativ beschieden werden. Jetzt kann die modellhafte Förderpraxis auf eine breitere Basis gestellt werden.“ An die KSL sprach Pfennig seinen Dank aus für eine verlässliche fünfzehnjährige Partnerschaft und konstruktive Kooperation, die stets im Respekt vor der Selbstverwaltungsidee der Fonds ausgeübt worden sei. „Wenn sich auch die Kulturstiftung des Bundes an diesem Prozess einer staatsfernen Kulturförderung orientiert, sehen wir guten Zeiten entgegen“, erklärte der Sprecher.
Die Kulturfonds existieren seit 1981/87 und werden bislang aus Bundesmitteln über die Kulturstiftung der Länder gefördert. Dem Prinzip der Selbstverwaltung der Kunst folgend, ist ihre Förderpraxis überwiegend als Wettbewerb um die besten Ideen und Projekte angelegt. Jurys aus unabhängigen KünstlerInnen und KuratorInnen aller Sparten treffen eine qualifizierte Auswahl aus den eingereichten Anträgen. Derzeit sind die Fonds mit ca. 2,5 Mio. Euro ausgestattet.
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kulturfonds, Ansprechpartener: Dr. Norbert Sievers, c/o Fonds Soziokultur, Weberstr. 59a, 53113 Bonn, Tel.: 0228-20167-35, www.bundeskulturfonds.de

Aktualisiert am 7. Juli 2004