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ECHO: Kulturratspräsident Christian Höppner tritt aus Beirat aus

Bei der Verleihung des Kulturgroschens des Deutschen Kulturrates an Bundestagspräsident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert am 16. April 2018 erklärte der Präsident des Deutschen Kulturrates Prof. Christian Höppner seinen Rücktritt aus dem ECHO-Beirat. Er machte deutlich, dass er unter den bestehenden Rahmenbedingungen nicht weiter in dem ECHO-Beirat mitarbeiten wird. Zugleich kündigte er an, dass sich der Deutsche Kulturrat schwerpunktmäßig mit den Grenzen der Kunstfreiheit befassen wird.

Prof. Christian Höppner sagte: „Bei der diesjährigen ECHO-Preisverleihung wurden die Künstler „Kollegah und Farid Bang“ mit einem ECHO ausgezeichnet. Auch wenn Gangsta-Rap, der als Genre seit über 30 Jahren existiert, mit seinen spezifischen Ausdrucksformen und Stilmitteln auf Provokation und Grenzüberschreitung angelegt ist, sage ich klar: ihre Musik ist nicht meine und die Texte finde ich widerlich. Dennoch haben wir uns im ECHO-Beirat in Abwägung zwischen Kunstfreiheit und Nichtzulassung zu Gunsten der Kunstfreiheit durchgerungen. Diese Entscheidung war ein Fehler. Unzweifelhaft stehen die Mitglieder des Beirats und die in ihr vertretenen Organisationen ohne wenn und aber gegen Antisemitismus, Hass und Gewalt. Das derzeitige Format des ECHO-Preises, aus Verkaufszahlen, Juryempfehlung, ggf. Beiratsanhörung und der letzten Entscheidung des Bundesverbandes der Musikindustrie über Auftritt und Preisvergabe ist so gesellschaftlich nicht mehr tragbar. Ich werde deshalb unter diesen Rahmenbedingungen nicht weiter im Beirat mitarbeiten.“

(Meldung des Dt. Kulturrates vom 17.04.2018)

Aktualisiert am 18. April 2018